Neu gibt es bei den Kleinkraftwerken Lungern nur noch Namenaktien

Die Generalversammlung der Kleinkraftwerke wurde zum ersten Mal auf schriftlichem Weg durchgeführt. Dabei wurde eine gesetzlich vorgegebene Anpassung der Statuten vorgenommen.

Markus Villiger
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Die Einweihung des Kleinkraftwerks Schild liegt bereits rund 18 Jahre zurück.

Die Einweihung des Kleinkraftwerks Schild liegt bereits rund 18 Jahre zurück.

Josef Reinhard (Lungern, 16. November 2002)

Erstmals fand die Generalversammlung der Kleinkraftwerke AG Lungern auf schriftlichem Weg statt. «Sehr gerne würden wir zusammen mit Ihnen am 26. Juni 2020 an der 24. ordentlichen Generalversammlung der Kleinkraftwerke AG Lungern auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurückblicken», schreibt Verwaltungsratspräsident Andreas Gasser den 171 Aktionärinnen und Aktionären. Wegen der Ausbreitung des Covid-19-Virus und der Anordnungen des Bundesrates sei es jedoch nicht möglich, die GV im gewohnten Rahmen durchzuführen.

115 Aktionäre, welche 2190 Aktien vertreten, haben sich an der schriftlichen GV beteiligt. Dies entspricht 78,21 Prozent – ein sehr guter Rücklauf, wie Andreas Gasser betont. Sämtlichen Geschäften wurden zugestimmt und dem Verwaltungsrat die Entlastung erteilt. Gutgeheissen wurde auch ein Antrag für die Revision der Statuten. Es geht dabei um die Umwandlung der Inhaber- in Namenaktien. Seit Inkrafttreten des entsprechenden Bundesgesetzes am 1. November 2019 ist die Neuausgabe von Inhaberaktien untersagt. Bestehende Inhaberaktien sind innerhalb einer Frist von 18 Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes, das heisst bis zum 30. April 2021, in Namenaktien umzuwandeln.

Sehr gutes Geschäftsjahr

Der Verwaltungsrat ist mit dem Geschäftsjahr 2019 sehr zufrieden, wie Verwaltungsratspräsident Andreas Gasser erwähnt. Es handelte sich um ein Durchschnittsjahr in der Energieproduktion. Der Stromertrag ist gegenüber dem Vorjahr höher ausgefallen und wird mit knapp 520'000 Franken ausgewiesen. Die Stromproduktion der beiden Kleinkraftwerke Mülibach und Schild beläuft sich auf rund 3,3 Millionen Kilowattstunden und ist leicht über dem Mittel der Jahre 2003 bis 2019. Auch auf der Aufwandseite konnte die Unternehmung innerhalb der Erwartungen abschliessen. Der Jahresgewinn wird mit 99'096 Franken ausgewiesen. Die Aktionäre erhalten eine unveränderte Dividende von sechs Prozent.

Anstelle des obligaten Apéros an der GV wurde den Aktionären ein Gutschein von 20 Franken «für eine Einkehr in Lungern» zugestellt, wie der Verwaltungsratspräsident sagte. Der Gutschein für Restaurantbesuche in Lungern wurde «geschätzt und verdankt».