NEUBAU: Bahnhof Giswil soll bis 2019 stehen

Die Zentralbahn investiert 4,8 Millionen Franken in den Ersatz des Bahnhofgebäudes mit einem Neubau.

Christoph Riebli
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Der überdachte Perronzugang reicht direkt zur Gemeindeverwaltung. (Bild: Visualisierung: PD)

Der überdachte Perronzugang reicht direkt zur Gemeindeverwaltung. (Bild: Visualisierung: PD)

Christoph Riebli

christoph.riebli@obwaldnerzeitung.ch

 

Im Herbst ziehen die Giswiler Gemeindeverwaltung und die Obwaldner Kantonalbank unmittelbar an das Bahntrassee der Zentralbahn (ZB) um. Für das dritte Bauprojekt im entstehenden Dorfzentrum, welches sich äusserlich an den beiden anderen Baukörpern orientiert, hat nun die ZB das Baugesuch eingereicht: Total 4,8 Millionen Franken will das Bahnunternehmen in den Ersatzbau des Bahnhofgebäudes investieren. «Wir haben eine Sanierung des bestehenden Bahnhofs in Betracht gezogen. Aufgrund des schlechten baulichen Zustandes müsste man jedoch zu viel investieren, um das Gebäude dennoch nicht besser nutzen zu können», erklärt Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur, auf Anfrage.

Mietwohnungen kommen, Kebabstand geht

Frühestens im April rechnet er mit der Baubewilligung. Das bisherige Bahnhofgebäude werde danach abgebrochen, und im September wäre frühestmöglicher Baubeginn. Läuft alles optimal, wäre der neue Bahnhof somit im Mai 2019 bezugsbereit.

«Während der rund zweijährigen Bauzeit wird es ein Con­tainerprovisorium geben», sagt Orgl­meister weiter. Dies etwa für die Dienstantrittsräume des Zugpersonals sowie die Arbeitsräume der Zugreinigung. Und genau dafür entsteht im Neubau mehr Platz: «Speziell die Zugreinigung ist heute suboptimal untergebracht», sagt Orglmeister. Abgesehen von diesem Eigenbedarf entstehen im dreistöckigen Gebäude zudem fünf Mietwohnungen. Im Erdgeschoss könnte wiederum das Tourismusbüro seinen Platz finden, das während der Bauzeit in der unmittelbaren Umgebung unterkommen soll.

«Die Nutzung der zusätzlich entstehenden Fläche im Erdgeschoss ist grundsätzlich noch offen», erklärt Orglmeister weiter. Klar ist hingegen: Der Kebabstand, der sich heute direkt vor dem Stellwerk (braune Holzhütte beim Perron) befindet, muss weichen: «Vom Konzept und Erscheinungsbild her passt ein externer Kebabstand nicht mehr dorthin.»

Der überdachte Perronzugang reicht direkt zur Gemeindeverwaltung. (Bild: Visualisierung: PD)

Der überdachte Perronzugang reicht direkt zur Gemeindeverwaltung. (Bild: Visualisierung: PD)