Pfarrkirche Sarnen soll eine neue Orgel erhalten

An der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung von Sarnen wurden diverse Wahl- und Sachgeschäfte behandelt.

Markus Villiger
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Die Pfarreiangehörigen der Kirchgemeinde Sarnen hatten unter dem Vorsitz von Kirchgemeindepräsidentin Brigitte von Flüe und im Beisein von rund 30 Stimmberechtigten am Montagabend zahlreiche Wahl- und Sachgeschäfte zu behandeln. Von der hauptverantwortlichen Kirchenmusikerin Valérie Halter erhielten sie Informationen über den Zustand der Hauptorgel in der Pfarrkirche Sarnen.

Die grosse Orgel in der Sarner Pfarrkirche pfeift aus dem letzten Loch und soll nun ersetzt werden.

Die grosse Orgel in der Sarner Pfarrkirche pfeift aus dem letzten Loch und soll nun ersetzt werden.

Bild: Romano Cuonz
(Sarnen,
10. November 2020)

«Die Hauptorgel in der Pfarrkirche Sarnen ist in die Jahre gekommen, und ihr Zustand hat sich in der letzten Zeit massiv verschlechtert. Für unser Organistenteam ist es eine enorme Herausforderung, mit den verschiedenen Mängeln am Arbeitsplatz umzugehen. Nur dank der Flexibilität und der Improvisationsfähigkeit unserer Organisten ist es noch möglich, den musikalischen Gottesdienstalltag zu meistern. Wohl oder übel müssen immer mehr Register stillgelegt werden; und selbst dann pfeift die Orgel wortwörtlich aus allen Löchern», so die Kirchenmusikerin. Die letzte Orgelrevision fand im Jahre 1994 statt. Daraufhin hätten mehrere Orgelbaufirmen sowie Orgelexperten den Zustand der Orgel geprüft und in schriftlichen Expertisen dargelegt, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Im Jahr 2019 wurde eine Orgelkommission gegründet, um das weitere Vorgehen zeitnah abzuklären. Inzwischen wären die Reparaturen zu aufwendig und zu kostenintensiv, und es gäbe keine Garantie für eine langjährige Besserung. Alle Experten sowie die Mitglieder der Orgelkommission seien deshalb einstimmig zum Schluss gekommen, für einen Orgelneubau zu plädieren. Dieser Empfehlung folgte auch der Kirchgemeinderat Sarnen mit einem entsprechenden Beschluss für den Neubau einer Orgel in der Pfarrkirche Sarnen. Das weitere Vorgehen und die Kosten sind zurzeit noch offen.

Die Pfarrkirche Sarnen.

Die Pfarrkirche Sarnen.

Bild: Urs Flüeler / KEYSTONE

Ja zur Rechnung 2019

Auf Antrag von Finanzchef Arnold Britschgi wurde die Jahresrechnung 2019 einstimmig gutgeheissen. Sie schliesst nach Vornahme von Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen von 42'400 Franken und ausserordentlichen Abschreibungen von 487'600 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 809'630 Franken ab. Der Voranschlag 2019 sah einen Ertragsüberschuss von lediglich 38'650 Franken vor. Das bedeutend bessere Rechnungsergebnis begründete Finanzchef Arnold Britschgi wie folgt: «Auf der einen Seite flossen einmalige und ausserordentliche sehr hohe Steuereinnahmen von Privatpersonen, auf der anderen Seite wurde sehr sorgfältig mit den Kosten umgegangen, und es mussten diverse Projekte verschoben werden.» Das Eigenkapital erhöht sich damit per Ende Jahr 2019 auf rund 3,89 Millionen Franken.

Einstimmig genehmigt wurde auch das Budget 2021. Dieses schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 20'680 Franken ab. Die Investitionsrechnung 2021 wird nicht belastet, wie der Finanzchef ausführte.

Zahlreiche Wahlgeschäfte

Die fünf bisherigen Mitglieder des Kirchgemeinderats wurden für die Amtsdauer 2020–2024 wiedergewählt. Es sind dies: Brigitte von Flüe, (auch als Präsidentin bestätigt); Hanspeter Wolfisberg (auch als Vizepräsident bestätigt), Arnold Britschgi, Josef Inderbitzin und Irène Amstad. In der Rechnungsprüfungskommission wurden Vreny Schädler-Jakober (auch als Präsidentin), Paula Burch und Priska Fischbacher bestätigt. Schliesslich wurden auch die bisherigen fünf Delegierten in den Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden des Kantons Obwalden wiedergewählt, ebenso die Delegierte in den Administrationsrat.

Anschliessend an die Wahl- und Sachgeschäfte erfolgten die Pfarreiversammlungen der drei Pfarreien Sarnen, Schwendi und Kägiswil. Die Kirchgemeindeversammlung wurde unter dem vom Bund und Kanton vorgeschriebenen Schutzkonzept durchgeführt. Auf den obligaten Apéro mussten die Pfarreiangehörigen verzichten.