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Neuer Kurs für die Stiftung Via Cordis

Die Stiftung richtet sich nach dem Scheitern des Friedenshaus-Projekts in Flüeli-Ranft neu aus und definiert ihren Zweck neu. Der Stiftungsrat wurde fast vollständig neu besetzt.
Marion Wannemacher
Aus dem ehemaligen Dorotheahaus hätte ein Friedenshaus werden sollen. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Aus dem ehemaligen Dorotheahaus hätte ein Friedenshaus werden sollen. (Archivbild: Corinne Glanzmann)

Es hätte ein grosses Projekt mit Strahlkraft werden sollen: Die Stiftung Via Cordis hatte an der Wirkungsstätte von Bruder Klaus ein internationales Kompetenzzentrum für Friedensfragen in Flüeli-Ranft bauen wollen, nachdem die Bildungseinrichtung Dorothea-Haus den Betrieb eingestellt hatte. Namhafte Persönlichkeiten im Kanton hatten sich damals für das Projekt mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich eingesetzt, Spenden im fünfstelligen Bereich wurden gesammelt, die laut Stiftungsrat für den operativen Aufwand aufgebraucht wurden.

Unter den Unterstützern war auch CSP-Kantonsrat Walter Wyrsch, der als Vizepräsident der Stiftung weibelte. Per Fundraising sollte das Geld dafür zusammenkommen. Doch aus den Plänen wurde nichts. Die finanziellen Mittel kamen nicht zusammen. «Das Friedenshaus ist eine Vorwärtsstrategie gewesen, vielleicht eine oder zwei Nummern zu gross geplant», sagt Walter Wyrsch heute. «Es erhielt viel positiven Zuspruch, aber eher ausserhalb des Kantons. Wir haben gemerkt, wenn es nicht in dieser Dimension zustande kommt, müssen wir andere Nutzer fürs Haus suchen.»

Durch Verkauf wurde der Stiftungszweck hinfällig

2017 zog die Stiftung Via Cordis einen Schlussstrich und verkaufte das Dorothea-Haus an die Trägerschaft Zentrum Ranft. Durch den Verkauf des Hauses war jedoch der primäre Stiftungszweck hinfällig. Dieser bestand in der Unterstützung der Via Cordis durch die Verwaltung des Hauses.

Im Newsletter vom Januar informiert die Stiftung über ihre Neuausrichtung. Sie hat ihren Stiftungszweck neu definiert. «Die Via Cordis Stiftung unterstützt innovative Projekte im Bereich der christlichen Kontemplation sowie der Friedensarbeit in interreligiöser und interkultureller Offenheit», heisst es. Der Verein und die Stiftung seien dabei voneinander unabhängig, betont Stiftungsratspräsident Andreas Haffter auf Anfrage.

Immerhin verfügt die vorher fast bankrotte Stiftung seit dem Verkauf über Eigenmittel von 1,5 Millionen Franken. Unterdessen startet der Stiftungsrat nun mit fast komplett neuer Besetzung. Ausser dem Stiftungsratspräsidenten sind alle anderen Mitglieder neu und haben einen theologischen Hintergrund. Sie stammen aus Zürich, Bern und Zug. Im vergangenen Jahr hat die Stiftung zwei Projekte unterstützt, darunter die Ranfter Gespräche «Spiritualität und Christentum – Islam» sowie eins aus Zürich.

Und wie läuft es im Zentrum Ranft nach dem Verkauf? Über 30 Betten verfügt das Haus, ausserdem bietet Platz für Seminare, Kurse und Veranstaltung. Konkrete Zahlen könne sie noch nicht vorhalten, sagt Ursula Bründler, Präsidentin des Trägervereins. «Die Kurve ist steigend, vor allem seit den Ranfter Gesprächen. Das Haus ist sehr gut unterwegs», sagt sie.

Abschliessend zieht der ehemaliger Vizepräsident Walter Wyrsch für sich das Fazit: «Der Betrieb des jetzigen Hauses ist durch die Unterstützung grösserer Investoren gesichert. Für uns ist es eine Erfolgsgeschichte.»

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