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Neues Jahr, neues ich?

Redaktorin Franziska Herger macht sich in ihrem «Blitzlicht» Gedanken zu Vorsätzen zum Neuen Jahr.
Franziska Herger
Franziska Herger. (Bild Corinne Glanzmann)

Franziska Herger. (Bild Corinne Glanzmann)

Januar, der Monat der Tugendhaften. Der vollen Fitnesscenter, der ausgefeilten Listen mit farbig markierten Jahreszielen und der grünen Smoothies – schlamm- bis neonfarbenen Mixgetränken mit Zutaten wie Spinat, Ingwer, Kurkuma und warum nicht auch noch Matcha, muss ja heute eh überall drin sein.

Wir wissen es eigentlich alle: Hinter den guten alten Neujahrsvorsätzen steckt inzwischen eine Selbstoptimierungs- Industrie, die Berge von Geld damit verdient, uns vorzugaukeln, mit etwas Spirulina-Pulver, Yoga und einem Dankbarkeits-Tagebuch für 50 Franken würde unser Leben schon ganz anders aussehen. Und ich habe gerade genug Illusionen über meine eigene Willenskraft, um immer wieder darauf hineinzufallen.

Um fair zu bleiben, Yoga ist grossartig. Dabei bleibe ich trotz nur sporadischer persönlicher Erfahrung. Und dass ich kürzlich morgens fast tatsächlich den vorwurfsvoll im Kühlschrank sitzenden Spinat in den Mixer warf, könnte auch mit dem Acht-Kilo-Schinken zu tun haben, den meine Verwandten zu Weihnachten in den Ofen schoben. Als Beilage zu den drei Poulets, 20 Flaschen Wein und einer Meringue in Pizzagrösse. Nach zwei Wochen Überfluss frühmorgens ernsthaft über einen gesunden Start in den Tag nachzudenken, fühlte sich irgendwie gut an. Ich griff dann aber doch zur Kaffeekapsel. Ein bisschen Spass muss sein.

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