Neues Festival in Sarnen soll Lücke schliessen

Das erste Unplugged-Festival auf dem Landenberg ob Sarnen kann steigen. Jetzt steht auch fest, wer auftritt.

Matthias Piazza
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Das Echo-Quintett tritt am ersten Landäbärg-Unplugged-Festival auf (von links). Der Obwaldner Jazz-Musiker Roland von Flüe, unterstützt von Marcel Vogler (Vibrafon), Julian von Flüe (Akkordeon), Simon Iten (Bass) und Tony Renold (Schlagzeug). (Bild: PD)

Das Echo-Quintett tritt am ersten Landäbärg-Unplugged-Festival auf (von links). Der Obwaldner Jazz-Musiker Roland von Flüe, unterstützt von Marcel Vogler (Vibrafon), Julian von Flüe (Akkordeon), Simon Iten (Bass) und Tony Renold (Schlagzeug). (Bild: PD)

7500 Franken brachte das Crowdfunding ein. Damit ist die Finanzierung des ersten Unplugged-Festivals auf dem Sarner Landenberg gesichert. «Ich rechnete nicht megafest damit, dass wir über Crowdfunding das restliche Geld zusammenbringen können. Nun bin ich umso erleichterter», sagt OK-Präsident Christian Isler. 64 Personen haben zwischen dem 25. März und dem 10. Mai einen Betrag zwischen 50 und 400 Franken gespendet. Den grossen Erfolg der Spendenaktion mit Beteiligung aller Altersschichten ist für Christian Isler (29) ein Indiz, dass das erste Musik-Open-Air in dieser Form auf dem Landenberg einem Bedürfnis entspreche. Er rechnet mit 700 Besuchern.

Etwas harziger sei die Mittelbeschaffung der übrigen rund 60'000 Franken über Sponsoren gewesen. «Auch ein kleiner Anlass kostet heutzutage viel Geld. Nur schon die sicherheitstechnischen Anforderungen sind hoch. Doch über Stiftungen, kantonale Kulturförderung und Firmen aus der Region brachten wir das Geld zusammen.» Zusammen mit den Einnahmen aus Getränken und Tickets (Erwachsene zahlen im Vorverkauf 25, an der Tageskasse 30 Franken, Unter-16-Jährige nichts) soll der Anlass kostendeckend durchgeführt werden können.

Grössere Nähe zum Künstler dank unplugged

Die Besucher erwarte ein vielseitiges Musikangebot, mit Künstlern aus Obwalden, Nidwalden und Luzern. Die Palette reicht von volkstümlich, über Jazz, Chansonnier, Indie-Folk bis hin zu Rock (siehe Kasten). Gespielt wird ausschliesslich unplugged, was dem Festival auch seinen Namen gab. Die Musik wird zwar verstärkt, aber es werden keine Effektgeräte, Elektrogitarren oder Ähnliches eingesetzt. «Dadurch entsteht eine viel grössere Nähe zum Künstler, eine viel direktere und ursprüngliche Musik», erklärt Christian Isler. Speziell sei auch das Musikkonzept. Die acht Bands werden in vier grossen Musikblöcken à jeweils zwei Stunden die Bühne bespielen. Für jeden Auftritt haben sie 20 bis 30 Minuten Zeit, bevor es wieder einen Wechsel gibt. Auch gemeinsame Auftritte sind geplant, wie man sie zuvor noch nie erlebt habe. Unplugged erfordere vom Publikum Disziplin, Gespräche würden den Auftritt stören. Christian Isler ist diesbezüglich zuversichtlich. «Im Stanser Chäslager klappt jeweils ein ähnliches Konzept auch.»

Inspiriert zum Festival auf dem Landenberg wurden Christian Isler und seine OK-Kollegen von auswärts. «Ich beispielsweise studierte und wohnte eine Zeit lang in Bern. Vom dortigen kulturellen Angebot war ich überwältigt. So etwas wollten wir unbedingt auch in Obwalden auf die Beine stellen», erzählt er. Seiner Ansicht nach schliesst man mit dem Landäbärg-Unplugged-Festival eine Lücke in Obwalden. «Mit dem Rapattack-Festival und dem Obwald sind andere Sparten abgedeckt.»

Mit dem Landenberg sei der perfekte Standort für das Festival gefunden. «Auf dem Sarner Hausberg können junge und ältere Festivalbesucher eine schöne Zeit verbringen, den verschiedenen Bands lauschen und die wunderbare Aussicht geniessen.» Und falls das Festival wie erhofft ein Erfolg werde, schliesse er einen fixen Zweijahresrhythmus nicht aus.

Weitere Informationen: www.landaebaerg-unplugged.ch.