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NID-/OBWALDEN: Das Christkind kommt ins Restaurant

Wer an Weihnachten nicht selber kochen mag, hat Alternativen. Der «Nidwaldnerhof» in Beckenried und das «Kreuz» in Sachseln etwa haben offen. Das Personal muss nicht zum Arbeiten verdonnert werden – im Gegenteil.
Claudia und Rolf Stucki im «Nidwaldnerhof» in Beckenried. (Bild: Corinne Glanzmann (19. Dezember 2017))

Claudia und Rolf Stucki im «Nidwaldnerhof» in Beckenried. (Bild: Corinne Glanzmann (19. Dezember 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Zahlreiche Restaurants in Nid- und Obwalden haben über Weihnachten geschlossen. Die Leute verbringen den Heiligabend und den 25. Dezember traditionell zu Hause im trauten Kreis der Familie. Viele, aber nicht alle. Das Restaurant des Hotels Nidwaldnerhof in Beckenried etwa hat an 365 Tagen offen, Weihnachten sind da keine Ausnahme. «Die Nachfrage ist da», sagt Geschäftsinhaber Rolf Stucki auf Anfrage. Je rund zehn Reservationen verzeichne man am 24. Dezember am Abend und am 25. am Mittag. «Man will nicht für zehn Personen zu Hause kochen und verlegt darum die Familienfeier ins Restaurant. Die Menschen geniessen ein Festessen in einem schönen, festlichen Rahmen und lassen sich verwöhnen.» Für 72 Franken gibt’s ein Wintermenu mit schottischem Rauchlachstatar und Kürbiscrèmesuppe als Vorspeise, Schweizer Rindsfilet mit hausgemachten Merguez-Lammwürstli als Hauptspeise und ein Haselnussparfait zum Dessert. Die günstigsten À-la-carte-Menus gebe es aber bereits ab 24 Franken.

Das Restaurant mit 90 Innenplätzen sei auch an diesen Tagen gut belegt. Zu den auswärtigen Gästen gesellen sich die Hotelgäste. Dies ist aus Sicht von Rolf Stucki ein weiterer Grund für den lukrativen Restaurantbetrieb an Weihnachen. «Dazu profitieren wir auch von der Nähe zum Skigebiet Klewenalp. Viele verbringen die Festtage auf der Skipiste und kehren dann bei uns ein. Diese Wintersportler sind ein weiteres wichtiges Gästesegment.» Die Tradition des «Nidwaldnerhofs», jeden Tag offen zu haben, habe sich im ganzen Kanton herumgesprochen und zusätzliche Gäste beschert.

Für die Personaleinteilung ist kein Los nötig

Volles Haus heisst natürlich auch Hochbetrieb in der Küche und im Service. Sechs Mitarbeiter stehen dafür alleine im Service im Einsatz, vier bis fünf in der Küche und zwei im Hotel-Hausdienst. Ein Los sei für die Personaleinteilung aber nicht nötig, das liege auch in der Natur der Sache. «Wir Gastgewerbler ticken anders, wir sind uns gewohnt, dass wir oft arbeiten, wenn andere frei haben», erklärt Rolf Stucki. Im November werde der Dienstplan für die Festtage erstellt. Man achte auch darauf, dass jeder höchstens an einem weihnächtlichen Feiertag arbeiten müsse. Dies klappe gut. «Die Mitarbeiter melden sich freiwillig, einigen sagt Weihnachten auch gar nicht so viel. Sie schätzen, wenn sie an anderen Tagen ihre Freizeit geniessen können.»

Wegen des Lohnes wird aber nicht Feiertagsdienst geleistet. Denn Zuschläge gibt’s nicht. «Unsere Mitarbeiter bekommen eine zusätzliche sechste Ferienwoche. Damit sind sämtliche Sonn- und Feiertagsdienste abgegolten. So sieht es auch der Gesamtarbeitsvertrag vor.»

Heiligabend ist «heilig»

Das Hotel Kreuz in Sachseln hat am Weihnachtstag ebenfalls offen, als eines von wenigen Restaurants in Obwalden. «Das lohnt sich, nicht nur wegen der Hotelgäste», sagt Inhaber Bruno della Torre. «Viele Einheimische dürfen wir am 25. Dezember mit unserem feinen Sechs-Gang-Menu verwöhnen. Die Gäste haben Zeit und sind auch bereit, dafür rund 90 Franken pro Person auszugeben.» Gruppen bis zu zehn Personen würden so den Weihnachtstag im «Kreuz» verbringen. Gut besucht sei das Restaurant auch an Silvester. Trotzdem: Bruno della Torre spricht nicht von der umsatzstärksten Zeit. «Aber als Dienstleistungsbetrieb fühlen wir uns verpflichtet, für unsere Gäste auch an solchen Tagen da zu sein.»

Zehn Personen stehen dafür im Einsatz, vier in der Küche, vier im Service und zwei im Hotel. Ein Müssen sei dies aber nicht. «Es ist schön, an solchen Tagen zu arbeiten, die Gäste sind entspannt, haben Zeit.» Am 24. Dezember ist das Restaurant geschlossen. «Den Heiligabend möchten wir bei unseren Familien verbringen.»

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