NID-/OBWALDEN: Diesen «Teddybär» lieben die Autofahrer

Eine gute Idee wird 10-jährig. Der Verein «Teddybär 1-4» lädt am Samstag zum runden Geburtstag ein. Und könnte noch mehr Fahrer brauchen.

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Heinz Fanger (links) und Dominik Scheuber vom Verein «Teddybär 1-4». (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Heinz Fanger (links) und Dominik Scheuber vom Verein «Teddybär 1-4». (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Das kann jedem passieren: Man ist mit dem Auto im Ausgang und hat zu viel Alkohol getrunken. Nun möchte man nach Hause, steht vor dem Auto und hat den Schlüssel schon in der Hand. 

Viele fahren trotzdem, in der Meinung: «Ach, ich kann ja noch Auto fahren, ich muss nur hoffen, dass ich in keine Polizeikontrolle gerate.» Spätestens jetzt sollte man an «Teddybär 1-4» denken. Ein Telefonanruf genügt. Man wird abgeholt und nach Hause gebracht. Und nicht nur das: Auch das eigene Auto wird von einer Zweitperson nach Hause gebracht. Gratis notabene – ein Trinkgeld ist jedoch mehr als selbstverständlich.

Das ganze Jahr im Einsatz
Über die Motivation für diese unentgeltliche Dienstleistung sagt Heinz Fanger (60) vom Verein «Teddybär 1-4»: «Uns geht es nicht darum, Polizeikontrollen zu umgehen, sondern um Sicherheit im Strassenverkehr. Wenn es uns nur schon gelingt, einen Unfall mit Verletzungsfolgen zu vermeiden, ist kein Aufwand zu gross.» 

Hier liegt der Hauptzweck des Vereins. Er bringt Personen nach Hause, die wegen Alkohol, Müdigkeit, Nachtblindheit oder aus anderen Gründen nicht mehr nach Hause fahren dürfen oder können. Allerdings werden nur Kunden nach Hause gebracht, die mit dem Auto unterwegs sind. «Fussgänger nehmen wir keine mit, sonst würden wir ausgenützt und eine Konkurrenz für die Taxis», erklärt Heinz Fanger. «Unser Verein will ja niemandem schaden, sondern nur helfen.» Und dies das ganze Jahr, jeweils Freitag und Samstag von 22.30 bis 4 Uhr.
 
Kurt Liembd

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der neuen Obwaldner Zeitung.