NID-/OBWALDEN: Feuchttücher sind ungebetene Störenfriede

Mitarbeiter von Kläranlagen müssen häufig ausrücken, um verstopfte Pumpwerke zu reinigen. Schuld sind oft falsch entsorgte Feuchttücher.

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Klärwärter Valentin Bütler reinigt eine verstopfte Pumpe bei den Pilatus-Flugzeugwerken. (Bild Corinne Glanzmann)

Klärwärter Valentin Bütler reinigt eine verstopfte Pumpe bei den Pilatus-Flugzeugwerken. (Bild Corinne Glanzmann)

Zu jeder Tages- oder Nachtzeit können Klärwärter der Abwasserreinigungsanlage Rotzwinkel in Stansstad durch einen Alarm aufgeboten werden. Eine in den letzten Jahren immer öfter auftretende Ursache sind die beliebten Feuchttücher. Das Laufrad der Abwasserpumpe wird durch diese sehr rissfesten Tüchlein blockiert, was einen sofortigen Einsatz unumgänglich macht.

«Ein Horrorszenario eines jeden Klärwärters ist, dass aus irgendeinem Grund ein Alarm nicht übermittelt wurde», sagt Eugen Achermann, Betriebsleiter der ARA Rotzwinkel. Die am Pumpwerk angeschlossenen Wohnhäuser würden durch Fäkalabwasser überflutet. Die Folge wären extreme Reinigungskosten, verbunden mit einem unappetitlichen Geschmack.

«Fast wöchentlich müssen unsere Mitarbeiter nur wegen verstopfter Pumpen ausrücken und die Laufräder von den Feuchttüchern befreien», erzählt Eugen Achermann. Mit der Einführung der Sackgebühr in Nidwalden habe sich das Problem noch verschärft. Ähnliche Probleme kennt auch die ARA Sarneraatal in Obwalden.