NID-/OBWALDEN: Obwaldner Polizei erlebte ruhigste Fasnacht der letzten Jahre

Die Fasnächtler verhielten sich laut Polizei auch dieses Jahr grösstenteils gesittet. Bis auf einige wenige kleinere Raufereien habe die Obwaldner Polizei nie eingreifen müssen.

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Fasnachtsumzug in Sarnen. (Bild: Christoph Riebli)

Fasnachtsumzug in Sarnen. (Bild: Christoph Riebli)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Die Fasnacht 2017 mit ihren Umzügen und Anlässen ist Geschichte. Der Alltag hält wieder Einzug. Auch wenn während der Fasnacht gerne die bestehende Ordnung auf den Kopf gestellt wird, Grenzen wurden offenbar keine überschritten – zumindest nicht aus Polizeisicht.

Eine grundsätzlich positive Bilanz zur vergangenen Fasnacht zieht die Nidwaldner Kantonspolizei. Einen gedankenlosen Streich musste sie allerdings in Buochs verzeichnen. Dort entfernten Unbekannte in der Nacht von Samstag auf Sonntag Schachtdeckel. Eine Polizeipatrouille, welche den Vorfall bemerkte, konnte die Schachtdeckel wieder an ihren Ort anbringen. «Offene Schächte sind natürlich sehr gefährlich. Dies war aber der gravierendste Vorfall. Ansonsten können wir von einer ruhigen Fasnacht sprechen», sagt Lorenz Muhmenthaler, Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei. Auch mussten nur wenige Autofahrer wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand gebüsst werden. Zentralschweizweit waren dies übrigens 127 Personen, wie das Zentralschweizer Polizeikonkordat gestern mitteilte.

«Wir haben eine sehr ruhige und friedliche Fasnacht erlebt», bilanziert Martin Kathriner, der stellvertretende Leiter der Obwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei. «Wir haben von der Fasnacht kaum Notiz genommen.» Bis auf einige wenige kleinere Raufereien, bedingt durch Alkohol, habe die Polizei nie eingreifen müssen. Für Martin Kathriner geht die Fasnacht 2017 als eine der ruhigsten der vergangenen Jahre in die Geschichte ein. Vorbildlich waren die Fasnächtler auch auf der Strasse unterwegs. «Die Leute haben sich gut organisiert, nur sehr wenige setzten sich im angetrunkenen Zustand hinters Steuer.»

Bei den Umzügen, die ebenfalls problemlos über die Bühne gingen, hebt Kathriner den Giswiler Umzug hervor. «Die Giswiler haben mit ihren Vorschriften ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit gelegt.» So müssen die Teilnehmer ihre Fahrzeuge «einpacken», damit keine Zuschauer unter oder zwischen die Räder kommen können. Geländer verhindern, dass jemand von der Plattform fallen kann. Kathriner ist froh über dieses Engagement, zumal das Strassenverkehrsgesetz während der Umzüge nicht gelte.