NIDWALDEN: S-Bahn-Flotte der Zentralbahn wird erneuert

Die Zentralbahn will die 45-jährigen Wagen, welche die S-Bahn-Kompositionen jeweils verstärken, ersetzen. Dabei gehts um mehr als nur Komfortsteigerung.

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Ein «Fink» der Zentralbahn. Fünf dieser Kompositionen will die ZB bestellen. (Bild: PD)

Ein «Fink» der Zentralbahn. Fünf dieser Kompositionen will die ZB bestellen. (Bild: PD)

Bei der Zentralbahn (ZB) steht die nächste Tranche ihrer Flottenerneuerung an. Nachdem 2013 auf der Brünigstrecke die über 40-jährigen Züge durch Pendelzüge des Typs Adler ersetzt worden sind, kommen jetzt die S-Bahn-Benutzer zwischen Wolfenschiessen/Stans und Luzern sowie Giswil und Luzern auf ihre Kosten. Sie mussten bisjer mit neueren Spatz-Zügen vorlieb nehmen, welche zu den Pendlerzeiten jeweils mit rund 45-jährigen Wagen verstärkt wurden. Diese Verstärkungsmodule sollen nun durch fünf dreiteilige Fink-Kompositionen ersetzt werden. Die Kantone Nidwalden, Obwalden, Bern und Luzern sowie das Bundesamt für Verkehr und der Verwaltungsrat der Zentralbahn gaben bereits grünes Licht. Noch offen ist der Entscheid der SBB.

Die Investition von 53 Millionen Franken sei dank des guten Rechnungsabschlusses der Zentralbahn (ZB) nun früher als geplant möglich, informierte am Montag Renato Fasciati, ZB-Geschäftsführer an der Nidwaldner Verkehrskonferenz. «Mit den klimatisierten Niederflurwagen können wir unseren Kunden mehr Qualität und Komfort bieten», führte er aus. Da die neuen Züge leiser als die alten seien, profitierten auch die Anwohner. Und dank der breiteren Türen sei auch ein schnellerer Fahrgastwechsel möglich. Die fünf neuen Kompositionen sollen 2016 sukzessive in Betrieb genommen werden.