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NIDWALDEN/OBWALDEN: Die Schützen sind bereit fürs grosse Fest

Die Vorbereitungen fürs grosse Kantonalschützenfest sind im Endspurt. Die Rede ist vom dritt­wichtigsten Schützenanlass in der Region.
Matthias Piazza
OK-Präsident Peter Waser (links) und sein Vize Urs Röthlisberger im Schiessstand Herdern in Ennetbürgen. (Bild Matthias Piazza)

OK-Präsident Peter Waser (links) und sein Vize Urs Röthlisberger im Schiessstand Herdern in Ennetbürgen. (Bild Matthias Piazza)

Matthias Piazza

Hochbetrieb auf der Herdern bei der Ennetbürger Seite des Flugplatzes im gemeinsamen Schiessstand des Wehrvereins Ennetbürgen und der Schützengesellschaft Buochs. Zivilschützer tragen Mobiliar in ein Zelt. Getränke werden herangekarrt. Weitere Helfer bringen den Schiessstand auf Hochglanz. «Die Zelte und die übrige Infrastruktur stehen. Wir sind im Feinschliff», sagt Peter Waser, OK-Präsident des Nidwaldner Kantonalschützenfestes, voller Vorfreude auf morgen.

Dann startet das grosse Fest über total neun Tage mit rund 6700 Schützen aus allen Landesteilen. Dem Grossanlass blickt er gelassen entgegen. «Nervös zu werden, bringt nichts. Dafür gibt es auch keinen Grund. Jedes Ressort ist sich seiner Verantwortung bewusst, und wir liegen absolut im Zeitplan.» Von Hektik ist in der Tat auf dem Gelände nichts zu spüren. Seine Gelassenheit rührt wohl auch daher, dass er bereits zum dritten Mal in einem solchen OK mitwirkt. Mit Vizepräsident Urs Röthlisberger stehe ihm ein erfahrener Mitstreiter zur Seite, welcher schon im OK 2004 seine Erfahrungen gemacht habe.

Hoher Stellenwert

Das Kantonale hat bei den Schützen einen hohen Stellenwert. «Nach dem Eidgenössischen und dem Rütlischiessen ist dieses Fest das drittwichtigste für die Schützen.» Bei fast 7000 Teilnehmern spricht er auch von einer erfreulich hohen Beteiligung, die vergleichbar sei mit jener eines Tessiner Kantonalen.

Nidwalden musste lange warten

Aussergewöhnlich lange, nämlich 12 Jahre, musste Nidwalden auf einen solchen Anlass warten. «Die Vereine werden kleiner, kämpfen mit Mitgliederschwund, es wird schwieriger, genügend Leute für die Organisation zu finden, die gesetzlichen Hürden werden immer höher, die Akzeptanz in der Gesellschaft geht eher zurück», nennt Waser als Gründe für die lange Pause. Erstmals stemmen darum in Hauptverantwortung die Vereine Buochs und Ennetbürgen diesen Anlass gemeinsam, mit tatkräftiger Unterstützung der anderen Schützengesellschaften. Nach der Verschiebung um zwei Jahre, weil 2014 fünf andere Schützenfeste über die Bühne gingen und im vergangenen Jahr das Eidgenössische, sei es jetzt aber höchste Zeit für eine weitere Austragung. «Damit wollen wir auch den Schiesssport in der Bevölkerung besser verankern und aufzeigen, dass Schiessen keine gefährliche Sportart ist, sondern dass es dafür auch eines Trainings bedarf.» Sicherheitsbedenken während des Anlasses hat er keine. «Schützen gehen verantwortungsvoll mit ihrer Waffe um, sind sich der Folgen einer Fehlmanipulation bewusst.»

Wegen der vielen Teilnehmer wird übrigens nicht nur auf der Herdern geschossen, sondern an insgesamt neun Schiessplätzen im Kanton, so auch in Stans, Beckenried, Büren/Oberdorf, Ennetmoos, Emmetten/Seelisberg, Wolfenschiessen und Hergiswil. Daneben auch in Sachseln, Flüelen und Seedorf. Dies sei aber organisatorisch nicht weiter schwierig, zumal die Schützen den Transport zumeist selber organisierten und die örtlichen Sektionen den Schiessbetrieb leiteten.

Hoffnung auf schönes Wetter

Bleibt noch, auf das Wetterglück zu hoffen. Peter Waser hat klare Vorstellungen. «Der Schütze hat am liebsten schönes, aber nicht zu heisses, windstilles Wetter.» Was bleibt, wenn am 10. Juli die letzten Schüsse gefallen sind, die Teilnehmer nach Hause gehen? «Wir hoffen natürlich, dass, wenn das Wetter mitspielt und die Resultate stimmen, die Schützen viele schöne Erinnerungen vom Anlass und unserem schönen Kanton mit nach Hause nehmen.» Messbar ist zumindest der wirtschaftliche Nutzen. «Die Privatwirtschaft profitiert nachhaltig. Wir setzen rund eine Million Franken um.»

Übrigens sollen auch übrige Festbesucher auf ihre Rechnung kommen. So steigt diesen Samstag der Nidwaldner Volksmusikabig und am Samstag, 9. Juli, ein Jodlerabig (jeweils ab 20 Uhr im Festzentrum Herdern. Eintritt 10 Franken).

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