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NIDWALDEN/OBWALDEN: Sturm Burglind wirbelt Verkehr auf

«Burglind» blies gestern im Tal mit bis zu 107 Kilometern pro Stunde und führte zu diversen Verkehrs- unterbrechungen. Mehrere Strassen in beiden Kantonen und die Brünigstrecke der Zentralbahn waren zeitweise gesperrt.
Der Sturm knickte in Oberdorf eine Barriere um, zerstörte in Ennetbürgen ein Trampolin, drehte beim Flugplatz Buochs ein Kleinflugzeug um und sorgte zudem für wehende Haare und peitschendes Wasser. (Bilder: Corinne Glanzmann, Urs Flüeler/Keystone, PD)

Der Sturm knickte in Oberdorf eine Barriere um, zerstörte in Ennetbürgen ein Trampolin, drehte beim Flugplatz Buochs ein Kleinflugzeug um und sorgte zudem für wehende Haare und peitschendes Wasser. (Bilder: Corinne Glanzmann, Urs Flüeler/Keystone, PD)

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Fliegende Gartenstühle, zerfetzte Trampoline und umgekippte Strassenschilder: Sturm Burglind sorgte auch in Nid- und Obwalden für einen ruppigen Start ins Jahr. Mit ganzen 98 Kilometern pro Stunde fegte der Sturm etwa durch Stansstad. Bei der Kantonspolizei Nidwalden gingen bis kurz vor 15 Uhr mehr als 100 Notrufe ein, wie diese mitteilte. Ab Mittag waren die Strassen nach Emmetten, ­Obbürgen, Wiesenberg und Oberrickenbach aufgrund von auf die Fahrbahn gestürzten Bäumen gesperrt. Die Strasse nach Obbürgen war bereits nach wenigen Stunden wieder geöffnet, diejenige nach Emmetten konnte nach 17 Uhr wieder befahren werden. Die Strasse nach Oberrickenbach war zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen. Bei der Strasse nach Wiesenberg war gestern noch nicht klar, ob sie vor Donnerstagmorgen wieder geöffnet wird. «Das kommt ganz ­darauf an, ob der Sturm uns in Ruhe lässt», sagte der Dallenwiler Feuerwehrkommandant Andreas Odermatt auf ­Anfrage.

Fenster eingedrückt in Wirzweli

Die Feuerwehr Dallenwil war zu Spitzenzeiten mit 19 Personen im Einsatz. In Dallenwil-Hinterbach habe der Sturm am Mittag bei zwei Häusern und mehreren Ställen die Ziegel vom Dach gefegt, erklärte der Feuerwehrkommandant. Auf dem Wirzweli seien ebenfalls vier Häuser beschädigt worden. In Stans wurde die erst kürzlich in der Sendung «Happy Day» dekorierte Tanne beim Wohnhaus Mettenweg umgeweht. Wild ging es auch auf dem Bürgenstock zu und her. Sascha Frey, Mitarbeiter der Höheren Fachschule Bürgenstock, erzählt: «Man hörte das lautstarke Knacksen der umstürzenden Bäume im nahen Wald sogar bei geschlossenem Fenster.»

Zwischen Stans und Dallenwil war die Strecke der Zentralbahn (ZB) seit dem Mittag nur beschränkt befahrbar. Es kam zu Verspätungen. Grund waren Bäume und Äste auf der Schiene, beschädigte Signale sowie geknickte Barrierenholmen im Wilrank und Allmend (Oberdorf), sagte Thomas Keiser, Mediensprecher der ZB, auf Anfrage. «Bis Betriebsschluss sollten die Aufräumarbeiten abgeschlossen sein. Es könnte jedoch auch am Donnerstag noch zu Verspätungen kommen.»

Baum auf der A8 in Sarnen

In Obwalden wurden am Mittag in Alpnach und Giswil Sturmspitzen von bis zu 107 Kilometern pro Stunde gemessen. Bei der Kantonspolizei Obwalden gingen über die Mittagszeit rund 150 Meldungen ein, wie diese mitteilte. Ebenfalls betroffen war die Brünigstrecke der ZB zwischen Giswil und Interlaken Ost. «Auch hier wurden Äste und Bäume auf die Gleise geweht, zudem ging im Raum Brünig ein kleiner Murgang nieder, und auf der Berner Seite wurde ein Fremdkörper in die Fahrleitung geschleudert», sagt Thomas Keiser. Die Strecke war ab Mittag bis 18.30 Uhr gesperrt.

Die Hauptstrasse zwischen Grafenort und Engelberg war ab Mittag aufgrund umgestürzter Bäume in beiden Richtungen gesperrt, wie die Kantonspolizei mitteilte. Kurz vor 15 Uhr war sie wieder geöffnet. Auf der A8 stürzte ein Baum in Sarnen auf die Fahrbahn, welche für kurze Zeit gesperrt werden musste. Ebenso versperrten mehrere Bäume die Durchfahrt auf der Brünigstrasse zwischen Lungern und Brünigpass. Die Melchtalerstrasse zwischen St. Niklausen und Melchtal musste für eine Stunde gesperrt werden. In Alpnachstad kippte ein Baum auf ein Hausdach. Es sei erheblicher Sachschaden entstanden, schreibt die Kantonspolizei. Personenschäden wegen des Sturms waren jedoch in beiden Kantonen keine zu beklagen.

Auch in anderen Zentralschweizer Kantonen machte sich «Burglind» bemerkbar: Bei der Luzerner Polizei gingen über 230 Schadensmeldungen ein. Einige Gebiete waren ohne Strom. In Schwyz wurde die Galerie der Axenstrasse durch Steinschlag beschädigt. Die Axenstrasse zwischen Flüelen und Sisikon bleibt daher für unbestimmte Zeit gesperrt. In Uri bleibt die Einfahrt nach Flüelen von ­Sisikon her bis Freitag gesperrt, dies aufgrund von Bäumen, die auf die Strasse zu stürzen drohen. Auch in Zug wurden diverse Strassenabschnitte zeitweise ­gesperrt. Ein Patrouillenfahrzeug der Zuger Polizei wurde von einem umstürzenden Baum getroffen.

Der Sturm knickte in Oberdorf eine Barriere um (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

Der Sturm knickte in Oberdorf eine Barriere um (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

Der Sturm sorgte für wehende Haare und peitschendes Wasser. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue NZ) (Neue Nidwaldner Zeitung))

Der Sturm sorgte für wehende Haare und peitschendes Wasser. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue NZ) (Neue Nidwaldner Zeitung))

Der Sturm sorgte für wehende Haare und peitschendes Wasser. (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

Der Sturm sorgte für wehende Haare und peitschendes Wasser. (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

Auf dem Flugplatz Buochs drehte Burglind ein Kleinflugzeug. (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

Auf dem Flugplatz Buochs drehte Burglind ein Kleinflugzeug. (Bild: URS FLUEELER (KEYSTONE))

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