Noch mehr kalte Betten im Titlis-Resort

Möglichst wenig so genannte kalte Betten waren das Ziel für das Titlis-Resort. Nun führt just die Zweitwohnungsinitiative indirekt zum Gegenteil.

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Das Titlis-Resort nimmt Gestalt an: Blick vom Kran auf die Baustelle. (Bild: Pius Amrein / Neue OZ)

Das Titlis-Resort nimmt Gestalt an: Blick vom Kran auf die Baustelle. (Bild: Pius Amrein / Neue OZ)

Seitdem die Titlis-Bahnen vor fast drei Jahren ihr 70-Millionen-Franken-Projekt vorstellten, gab es mehrere Kurswechsel: Die Eigentumswohnungen waren ursprünglich zur Weitervermietung gedacht. Das Feriendorf hätte so nur warme Betten und damit Logiernächte geschaffen, die für die Tourismusdestination von grosser Bedeutung sind – nicht zuletzt auch für den Bahnbetreiber. Beim Spatenstich rückte man aber zwecks Anschubfinanzierung bereits um einen Drittel vom Ziel ab. Nun könnten gar mehr als zwei Drittel der 564 Betten die meiste Zeit des Jahres kalt bleiben.

Verwaltungsrat sieht neue Chance

Paradoxerweise bewirkt das Ja zur Zweitwohnungsinitiative deren Gegenteil. «Für uns haben sich die Rahmenbedingungen durch die Initiative verändert», gibt Norbert Patt, Geschäftsführer der Titlis-Bahnen, zu verstehen. Das eröffnet neue Chancen: Der Verwaltungsrat habe aufgrund einer «gesamtunternehmerischen Analyse» entschieden, dass es für einen Wohnungsvermieter «nicht mehr verpflichtend, sondern optional» sei, weiter zu vermieten, sagt Patt.

Christoph Riebli

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