Nur positive Worte für Obwaldner Kraftwerk-Deal mit den EWL

Der Deal zwischen dem Kanton Obwalden und Energie, Wasser Luzern (EWL), die künftig die Kraftwerke Obermatt und Arni gemeinsam führen, hat im Parlament kaum für Diskussionen gesorgt. Der Kantonsrat hat am Donnerstag den Bericht zum Rückkauf einstimmig zur Kenntnis genommen.

Markus von Rotz
Drucken
Leiter Stefan Illi im EWL-Kraftwerk Obermatt. (Bild: Nadia Schärli, Grafenort, 8. Mai 2019)

Leiter Stefan Illi im EWL-Kraftwerk Obermatt. (Bild: Nadia Schärli, Grafenort, 8. Mai 2019)

«Der neue Baudirektor Josef Hess hat einen sehr grossen Anteil am Endergebnis, er ist ein gewiefter Taktiker und hat sich auch sehr umfassend zum Thema Wasserkraft kundig gemacht», sagte Dominik Rohrer, Präsident der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission am Donnerstag. Der Kantonsrat beriet den Bericht zu den Verhandlungen mit der EWL (Energie Wasser Luzern) zur Gründung einer neuen Gesellschaft für den Weiterbetrieb des Kraftwerks Obermatt in Engelberg. Ausgerechnet am Josefstag habe die Regierung das Vertragswerk abgesegnet.

Prognosen über die Strompreisentwicklung könne niemand abgeben, sagte Rohrer, «es wird aber künftig wohl eher zu wenig als zu viel Strom geben», meinte er. Die Kompromisslösung habe den Vorteil, dass man mit der bestehenden Wasserkonzession weiter arbeiten könne. Josef Hess, ehemals Vizedirektor im Bundesamt für Umwelt, weiss, was das bedeutet: «Bei den heutigen Gewässerschutzregeln hätte das wohl bedeutende Produktionseinbussen gebracht.» Er nannte das Stichwort Restwasser. Die Konzession hätte bei einem Rückkauf neu ausgehandelt werden müssen. So aber könne man das Wasser noch 20 Jahre nutzen.

Alle Redner begrüssten die Lösung. Seppi Hainbuchner (SP, Engelberg) hätte es gerne gesehen, wenn sich seine Gemeinde hätte beteiligen können. Hess sagte, man wolle darauf nicht mehr zurückkommen. Aber Engelberg profitiere als Standortgemeinde der neuen Firma, erhalte weiterhin eine Million Franken an Wasserzinsen und könne weiterhin Energie zu Sonderkonditionen beziehen. Der Kanton nahm bisher 18500 Franken pro Jahr ein, künftig sollen es je bis zu 2 Millionen Gewinn sein.