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Nur wenige Ausländer wollen eine Ferienwohnung in Obwalden kaufen

Die Nachfrage leidet nach Finanzkrise und Zweitwohnungsinitiative sowie durch teure Angebote.
Franziska Herger
In der Gemeinde Engelberg werden am meisten Ferienwohnungen an Ausländer verkauft. (Bild: Corinne Glanzmann (Engelberg, 07. August 2018))

In der Gemeinde Engelberg werden am meisten Ferienwohnungen an Ausländer verkauft. (Bild: Corinne Glanzmann (Engelberg, 07. August 2018))

Im Ausland wohnhafte Personen kaufen relativ wenige Grundstücke in Obwalden. Im Jahr 2017 erhielt die Bewilligungsbehörde für den Grundstückerwerb durch Personen im Ausland 15 Gesuche, wie dem Geschäftsbericht der Regierung zu entnehmen ist. Neun der Gesuche betrafen den Kauf von Ferienwohnungen, davon fünf für Objekte in Engelberg und je zwei für Wohnungen in Sarnen und Kerns.

Wer im Ausland wohnt und eine Ferienwohnung in der Schweiz kaufen will, muss neben dem Kaufvertrag diverse Unterlagen zum gewünschten Objekt und eine sogenannte Ehrenerklärung einreichen, mit welcher der Käufer unter anderem erklärt, die Immobilie tatsächlich als Ferienwohnung zu nutzen. Nach dem Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, besser bekannt als Lex Koller, verfügt jeder Kanton pro Jahr über ein Bewilligungskontingent für Ferienwohnungen. In Obwalden seien dies jährlich 20 Bewilligungen, sagt Patrik Berchtold, Leiter des Volkswirtschaftsamts, auf Anfrage.

Engelberg hat die Nase vorn

Wird das Kontingent eines Jahres nicht aufgebraucht, kann der Rest auf das Folgejahr übertragen werden. Da das Kontingent bereits 2016 nicht ausgeschöpft wurde, konnten von 2017 «19 Kontingente auf das 2018 übertragen werden», heisst es im Geschäftsbericht, der von einer «weiterhin geringen Nachfrage» spricht. Doch Patrik Berchtold relativiert: «Jährlich werden im Schnitt schätzungsweise 10 Ferienwohnungskäufe bewilligt. Die Nachfrage ist tendenziell wieder steigend.» In Engelberg würden über die Jahre hinweg am meisten Ferienwohnungen an Ausländer verkauft.

Der grosse Einbruch ausländischen Interesses an Obwaldner Ferienwohnungen sei nach der Finanzkrise vor rund 10 Jahren gekommen, führt Berchtold weiter aus. «Davor hatten wir im Jahr bis zu 37 Gesuche.» Auch die Annahme der Zweitwohnungsinitiative habe bei ausländischen Käufern zu Verunsicherung geführt. Dazu kommt, sagt Patrik Berchtold: «Die Schweiz ist zwar ein sicherer Hafen, hat aber sehr hohe Preise. Auch ist das Interesse an älterem Baustandard nicht sehr gross. Die Leute möchten lieber moderne oder renovierte Häuser.» Dies gelte aber nicht nur für ausländische, sondern auch für Schweizer Käufer.

In Nidwalden nur vier Bewilligungen

Übrigens: Auch in Nidwalden ist die Nachfrage nach Ferienwohnungen für Personen aus dem Ausland schwankend. 2017 wurden vier Bewilligungen zum Kauf von Ferienwohnungen erteilt, heisst es im Rechenschaftsbericht der Regierung. Im Jahr davor waren es 11 Bewilligungen, 2015 nur zwei. Auch in Nidwalden steht ein jährliches Kontingent von 20 Bewilligungen zur Verfügung.

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