NUTZTIERE: Drei der Schweinehalter werden angezeigt

Kontrollen in Obwaldner Schweineställen haben gezeigt: Viele Tiere führen ein trauriges Leben. Experte Josef Risi nimmt Stellung.

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Josef Risi, Kantonstierarzt und Leiter des Laboratoriums der Urkantone. (Archivbild Andreas Oppliger/Neue NZ)

Josef Risi, Kantonstierarzt und Leiter des Laboratoriums der Urkantone. (Archivbild Andreas Oppliger/Neue NZ)

In 10 von 18 Obwaldner Schweinebetrieben stellte man Mängel fest. Wie schlimm sieht es in diesen zehn Ställen aus?
Josef Risi: In Obwalden ist die Situation nicht schlechter als in anderen Kantonen. Zudem: Wenn man in einem grossen Schweinestall mit 600 Schweinen Mängel feststellt, heisst das nicht, dass alle Tiere eng eingepfercht im Dreck liegen. Man findet Buchten, die vorbildlich aussehen, aber eben auch Buchten, die nicht tierschutzkonform sind.

Konkreter: In wie vielen dieser zehn Ställe musste man sagen: «So geht es wirklich nicht»?
Risi: Wir haben gegen drei Schweinehalter Anzeige eingereicht. Das bedeutet: Hier sind die Mängel schwerwiegend also vor allem Beschäftigungsmangel, Überbelegung, Verschmutzung.

Wo liegen die Ställe und mit welchen Bussen müssen die Halter rechnen?
Risi: Aufgrund des laufenden Verfahrens kann ich darüber keine Auskunft geben. Wie hoch die Bussen sind, weiss ich nicht. Damit werden sich die Juristen beschäftigen müssen.

Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.