OB-/NIDWALDEN: 30'000 Franken für Künstlerinnen aus Ob- und Nidwalden vergeben

Die Kantone Ob- und Nidwalden haben die Werkbeiträge 2016 für Kunst- und Kulturschaffende in der Sparte bildende Kunst vergeben. Der Werkbeitrag über 20‘000 Franken geht an die Schwestern Celia und Nathalie Sidler aus Obwalden, den Werkbeitrag über 10‘000 Franken erhält die Nidwaldnerin Corinne Odermatt.

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Celia und Nathalie Sidler. (Bild: PD)

Celia und Nathalie Sidler. (Bild: PD)

Für die Vergabe der Werkbeiträge wurde eine fünfköpfige Fachjury eingesetzt, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Nidwalden vom Mittwoch. Mitglieder waren Annamira Jochim, Kuratorin Benzeholz Raum für zeitgenössische Kunst in Meggen, Markus Müller, Künstler und Dozent an der HKB in Bern, Nicolas Vermot-Petit-Outhenin, Künstler, Zürich, Nadine Staub, Vertreterin der Kulturkommission des Kantons Obwalden und Theo Zihlmann, Vertreter der Kulturkommission des Kantons Nidwalden.

Die Zwillingsschwestern Celia und Nathalie Sidler (33), die in Obwalden aufgewachsen sind und heute in Basel leben, arbeiten seit 2006 als Künstlerinnen-Duo zusammen. Sie verstehen Kunst und Gesellschaft als System, in das sie mit ihren Aktionen und Werken eingreifen. Ihre im öffentlichen Raum von Sarnen und Basel geplanten Aktionen «Miär wend d'Faane driiber schwingä» überzeugen die Jury in der Idee und der Umsetzung. Die Künstlerinnen greifen dafür das Schweizer Fahnenschwingen auf, überfüh-ren es in einen politischen und künstlerischen Kontext und stellen Fragen der Identität auf eine ganz persönliche Weise.

Die Nidwaldner Künstlerin Corinne Odermatt (31) bewegt sich zwischen grafischen Auftragsarbeiten und freien künstlerischen Projekten und war einige Zeit als Kulturvermittlerin im Chäslager Stans tätig. Seit ihrem Aufenthalt in New York von 2013 hat sie sich einen eigenständigen Stil erarbeitet. Ihre textilen Collagen, ihre Stickereien und quiltartigen Stoffapplikationen zeugen von einer sprühenden Energie und der Freiheit, sich gekonnt verschiedener kultureller Referenzen zu bedienen. Der Werkbeitrag bietet der Künstlerin nun die Gelegenheit, ihre kunstübergreifenden und performativen Projekte zu vertiefen.

pd/zim

Corinne Odermatt. (Bild: PD)

Corinne Odermatt. (Bild: PD)