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OB-/NIDWALDEN: Auf dem Trockenen sitzt bei uns noch lange niemand

Auch wenn es noch länger heiss und trocken bleiben sollte die beiden Kantone bleiben ein Wasserschloss.
Der Hergiswiler Brunnenmeister Peter Wigger vergangene Woche im sanierten Wasserreservoir Unterstalden. (Bild: Corinne Glanzmann)

Der Hergiswiler Brunnenmeister Peter Wigger vergangene Woche im sanierten Wasserreservoir Unterstalden. (Bild: Corinne Glanzmann)

Keine einzige Gemeinde in Ob- und Nidwalden meldete auf unsere Nachfrage, dass es Engpässe in der Wasserversorgung gebe oder solche zu erwarten seien. Es muss deshalb auch nirgends über Massnahmen nachgedacht werden, um der längeren Hitze- und Trockenperiode zu begegnen. Und dies, obwohl wegen der Wärme auch der Wasserverbrauch in den Gemeinden zugenommen hat. «Der Verbrauch ist zwar um 50 Prozent angestiegen. Der Grundwasserspiegel ist aber nur minim gesunken, sodass die Wasserversorgung sichergestellt ist», so Othmar Egli, Gemeindeschreiber von Ennetbürgen.

«Kein Handlungsbedarf», das melden kurz und bündig auch die Gemeinden Stans, Wolfenschiessen, Sarnen, ­Lungern und Engelberg. Peter Wigger, Brunnenmeister in Hergiswil, konnte diese Woche das sanierte Reservoir Unterstalden wieder ans Netz anschliessen und meinte schon am vergangenen Samstag in unserer Zeitung, dass es auch ohne dieses Reservoir trotz höherer Nachfrage nie zu einem Engpass gekommen sei. Von einem Hitzesommer wie 2003, als die Gemeinde Hergiswil zum Wassersparen aufrief, sei man noch weit entfernt. «Dank der Fassung der neuen Quellen im Kohltal haben wir ausreichend ­Trinkwasser zu Verfügung», schreibt Alois Vogler, Gemeindeschreiber von Emmetten.

Steigender Verbrauch gedeckt

Bruno Schwab, Präsident der Bezirksgemeinde Wasserversorgung Sachseln, ist überzeugt, dass es noch wochenlang so trocken bleiben könnte und es für Sachseln trotzdem zu keinerlei Problemen kommen würde. «Momentan fliessen bei uns 1300 Minutenliter Quellwasser. Das deckt unseren Bedarf völlig ab.» Roland Bösch, Gemeindeschreiber Kerns, räumt zwar ein, dass es grundsätzlich zwar denkbar sei, dass bei einer länger anhaltenden Trockenperiode gewisse Probleme auftauchen könnten, gibt aber ebenfalls Entwarnung. «Die Situation bei der Wasserversorgung innerhalb unseres Gemeindegebiets ist momentan unproblematisch.» Trotzdem behalte man die Situation ständig im Auge. In Buochs, wo die Trinkwasserversorgung zu 100 Prozent aus dem Grundwasser gespeist wird, ist der Tagesverbrauch von 1200 Kubikmetern auf bis zu 1500 Kubikmeter gestiegen. «Der erhöhte Wasserverbrauch kann jedoch ohne Probleme mit einer Erhöhung der Pumpzeiten kompensiert werden», meldet Gemeindeschreiber Werner Biner.

Zusätzliche Absicherungen

Giswil und Alpnach können bei einer noch länger dauernden Trockenperiode ebenfalls auf Massnahmen verzichten, «obwohl die Quellzuläufe wie meistens im Sommer stark abgenommen haben», schreibt der Giswiler Brunnenmeister Armin Berchtold. In Alpnach hat man zwar ebenfalls rückläufige Quellstände festgestellt. «Sie sind aber in Anbetracht der langen Hitzeperiode noch sehr hoch, mehrheitlich sind sie gar voll», teilt die stellvertretende Gemeindeschreiberin Fabienne Burri mit. Auch Bruno Schwab ist sich bewusst, dass die Fliessmenge der Quellen in Sachseln sich innert Wochenfrist um 50 Prozent reduzieren könnte. «Bei uns würde dann vollautomatisch umgeschaltet auf das Grundwasserpumpwerk, das wir gemeinsam mit Sarnen betreiben.» Auch andere Gemeinden haben sich zusätzlich abgesichert. So könnte Hergiswil dank entsprechender Verträge Trinkwasser aus Alpnach und Horw beziehen.

Philipp Unterschütz

Hinweis

Die Trockenheit führt zu Waldbrandgefahr. Mehr dazu auf Seite 23.

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