OB-/NIDWALDEN: Bruder Klaus schmeckt

Das Gedenkjahr 600 Jahre Bruder Klaus hat auch die Bäcker inspiriert. Sie kreierten ein spezielles Ranftbrot. Den Stansern mundet es.

Matthias Piazza
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Lydia Odermatt (links) und ihre Schwiegertochter Pia Odermatt degustieren das Ranftbrot – «serviert» von Bäcker Robi Bergamin. Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 15. Februar 2017)

Lydia Odermatt (links) und ihre Schwiegertochter Pia Odermatt degustieren das Ranftbrot – «serviert» von Bäcker Robi Bergamin. Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 15. Februar 2017)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Lydia Odermatt lässt sich nicht zweimal bitten, als die Bäcker sie am Stanser Dorfplatz zum Degustieren des Ranftbrots auf­fordern. Die Dallenwilerin lobt: «Dieses gesunde und feine Brot mundet mir sehr. Es eignet sich auch als Zwischenverpflegung.» Sie werde das Brot bei ihrem nächsten Bäckereibesuch kaufen. Dem überaus positiven Urteil schliesst sich auch ihre Schwiegertochter Pia Odermatt an.

Die beiden Frauen waren nicht die Einzigen, die gestern Nachmittag den Bäckerstand bei der Stanser Pfarrkirche frequentierten. Fast im Minutentakt degustierten Passanten dieses Ranftbrot, das der Ob- und Nidwaldner Bäcker-Konditorenmeister-Verband aus Anlass des Bruder-Klaus-Gedenkjahres lancierte. Zeitgleich fand die Aktion auf dem Sarner Dorfplatz statt. Kurz vor Mittag erhielten auch die Nidwaldner Landräte an ihrer Sitzung ein Brot geschenkt.

Das Brot besteht aus Roggen, Gersten und Urdinkelkorn – jenen Getreidesorten, die zu Lebzeiten von Bruder Klaus in der Region angepflanzt worden seien. Dazu kommen Sauerteig, Baumnüsse und getrocknete Birnen. «Es braucht sehr viel handwerkliches Geschick, ein solches Brot zu backen», erzählt Bäcker Thomas Christen. «Einfach Mehl reinschütten und die Teigmaschine arbeiten lassen geht nicht.» Der Aufwand hat sich gelohnt. «Das Ranftbrot läuft sehr gut.» Es ist seit Anfang Monat bis Ende Jahr bei Nid- und Obwaldner Bäckereien zu kaufen (400 Gramm kosten 5.20 Franken).