OB-/NIDWALDEN: Der Feuerbrand trifft die Region hart

Wegen des Feuerbrands sind in der Region Hunderte von Bäumen gefallen. Obwalden rodet erst einmal die stark befallenen Bäume.

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Martin Amgarten, Leiter Beratung Landwirtschaft, bei einem Apfelbaum im Flüeli Ranft, welcher  von Feuerbrand teilweise befallen ist. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Martin Amgarten, Leiter Beratung Landwirtschaft, bei einem Apfelbaum im Flüeli Ranft, welcher von Feuerbrand teilweise befallen ist. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Der Feuerbrand hat sich in Ob- und Nidwalden definitiv eingenistet. Die Zuständigen beider Kantone bestätigen, dass dieses Jahr deutlich schlimmer wird als das vergangene, als der Feuerbrand erstmals im gesamten Kantonsgebiet festgestellt worden war.

Gesamtschweizerisch zeigt sich hingegen ein anderes Bild. Dank der Witterung während der Blütezeit und dem Einsatz von Antibiotika traten dieses Jahr weniger Fälle auf. «Die eine oder andere Gemeinde hat es regional aber auch dieses Jahr stark erwischt», sagt Eduard Holliger von der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW). Ihm zufolge war 2007 das bisher schlimmste Feuerbrandjahr in der Schweiz. Der Feuerbrand ist eine bakterielle Krankheit, welche Kernobstbäume und einige Wild- und Ziergehölze befallen kann. Symptome können während der gesamten Vegetationszeit auftreten. Feuerbrandverdacht ist meldepflichtig.

Viele Verdachtsfälle
In Obwalden waren die Gemeinden Giswil, Kerns, Sachseln und Sarnen vom Feuerbrand betroffen. «Bisher haben etwa 200 Bäume gerodet werden müssen, am meisten Hochstämmer», sagt Bruno Abächerli, Leiter des Obwaldner Amts für Landwirtschaft und Umwelt. Er erwartet, dass bis Ende Jahr nochmals mindestens so viele gefällt und verbrannt werden müssen.

In Nidwalden wurden bisher aus Buochs, Dallenwil, Emmetten, Ennetbürgen, Ennetmoos, Hergiswil, Oberdorf, Stans, Stansstad und Wolfenschiessen Feuerbrandfälle gemeldet. Die Zwischenbilanz hier: 759 Obstbäume sind der hochinfektiösen Pflanzenkrankheit zum Opfer gefallen und mussten vernichtet werden. Darin enthalten sind 664 Niederstammbäume der Obstanlage Krummenacher in Oberdorf. Die Betreiber verloren durch den Feuerbrand im Juni gut ein Drittel ihrer Obstbäume. Laut Angaben von Rainer Dipper, Landwirtschaftlicher Berater im Nidwaldner Amt für Landwirtschaft, waren zusätzlich knapp 100 Hochstammbäume vom Feuerbrand betroffen.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Obwaldner und Nidwaldner Zeitung.