OB-/NIDWALDEN: Immer weniger Handwerker

Viele Betriebe finden immer schwieriger Lehrlinge. Die Gründe: geburtenschwache Jahrgänge und gesellschaftlicher Wertewandel.

Mw
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Ein Lehrling bei der Arbeit. (Symbolbild Jakob Ineichen / Neue LZ)

Ein Lehrling bei der Arbeit. (Symbolbild Jakob Ineichen / Neue LZ)

Viele Branchen hatten es immer schwer, qualifizierten Nachwuchs einzustellen. Dazu gehören das Baugewerbe und die Gastrobranche. Neu sei jetzt, dass sich immer seltener Lehrlinge für anspruchsvolle Berufe wie Polymechaniker oder Konstrukteure finden liessen, klagen die Leiter der Berufsbildungsämter Ob- und Nidwalden.

«Der Grund liegt in der demografischen Entwicklung», erkennt Pius Felder, Amtsleiter von Nidwalden. Gab es 2006 noch rund 500 Schulabgänger auf dem Lehrstellenmarkt, waren das im vergangenen Jahr 14 Prozent weniger. Für 2018 rechnet Felder gar mit einem Rückgang der Absolventen auf 390, das sind 28 Prozent weniger. In Obwalden verhalten sich die Zahlen ähnlich.

«Keine dreckigen Hände haben»

«Der Trend geht hin zu Gesundheitsberufen», sagt Urs Burch, Leiter des Amtes in Obwalden. «Längst hat ein Wertewandel in der Gesellschaft stattgefunden», diagnostiziert er. Immer wieder kommen ihm Ansichten Jugendlicher zu Ohren wie «Ich will nicht allzu streng schaffen» oder «Ich will keine dreckigen Hände haben». Die fatale Folge: In den Handwerksberufen fehlen die Fachkräfte.

Burch appelliert vor allem an die Eltern: «Die Ausbildung im Handwerk ist super, nach der Lehre gibt es sofort eine Stelle und man kann sich entwickeln.»

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