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OB-/NIDWALDEN: Langsamverkehr erhält Lobby

Velo­fahrer fühlen sich zu wenig wahrgenommen. Eine kantonale Fachstelle soll dies ändern.
Matthias Piazza
Velofahrer haben es nicht leicht, wie hier in Kerns, wo sie in einer Kurve die Strasse überqueren müssen. (Bild Adrian Venetz)

Velofahrer haben es nicht leicht, wie hier in Kerns, wo sie in einer Kurve die Strasse überqueren müssen. (Bild Adrian Venetz)

Matthias Piazza

Ob- und Nidwalden sollen eine Stelle für den Langsamverkehr erhalten. Diese Forderung wurde am ersten Unterwaldner Veloforum am Dienstag in Stans formuliert. «Velofahrer und andere Teilnehmer des Langsamverkehrs wie etwa Fussgänger haben in der Politik zu wenig Gehör, da sie jeweils als Einzelkämpfer auftraten – und kaum etwas bewirken konnten», meint Thomas Beck, Co-Präsident der organisierenden Pro Velo Unterwalden. «Mit einer gemeinsamen Stelle könnten wir unsere Kräfte bündeln und uns bei der Politik für unsere Anliegen mehr Wirkung verschaffen.»

Denn beim Langsamverkehr liege in den beiden Kantonen noch vieles im Argen. «Viele Projekte sind offen oder wurden gar stillgelegt.» Beck erwähnt etwa den Veloweg zwischen Stans und Oberdorf, der nun schon seit über zehn Jahren kontrovers in der Politik diskutiert werde. Auch in Obwalden komme man mit dem Radroutenkonzept nicht richtig vom Fleck. «Wir haben ein Verkehrsproblem, es kommt für Velofahrer immer wieder zu gefährlichen Situationen und auch zu Velounfällen mit tragischem Ausgang», erläutert Thomas Beck. «Und immer wieder heisst es bei der Regierung, dass man keinen Auftrag habe, um die Situation zu verbessern. Doch das Velo ist ein wichtiges Verkehrsmittel und darf nicht stiefmütterlich behandelt werden.»

Hoher Leidensdruck

Dass der Leidensdruck hoch und der Handlungsbedarf erkannt sei, habe auch die hohe Teilnehmerzahl des Velo­forums gezeigt. 25 Leute hätten die Gelegenheit des Austausches und Netzwerkens genutzt, nicht nur von Pro Velo, sondern auch von den Grünen Nidwalden, IG Bike, Pro Natura, Velohändlern, den Tourismusorganisationen beider Kantone, dem TCS und VCS sowie Pro Senectute, die sich einbringen konnten.

In einer Arbeitsgruppe wollen Pro Velo Unterwalden, Grüne Nidwalden, VCS und Tourismus Ob- und Nidwalden ein zweites Veloforum im nächsten Jahr vorbereiten. Es soll dann eine geeignete Strategie zur Realisierung einer kantonalen Fachstelle Langsamverkehr festgelegt werden.

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