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OB-/NIDWALDEN: Mehr Nistplätze benötigt

Die IG Haubenmeise setzt sich mit künstlichen Nisthilfen für die gefährdete Mehlschwalbe ein. Dabei hofft sie auch auf die Initiative von Privaten.
Die Mehlschwalbe befindet sich auf der Liste der bedrohten Tierarten. (Bild: PD)

Die Mehlschwalbe befindet sich auf der Liste der bedrohten Tierarten. (Bild: PD)

Die Mehlschwalbe befindet sich in der Schweiz seit 2010 auf der Roten Liste der gefährdeten Brutvogelarten. Ihr Bestand wird als potenziell gefährdet eingestuft und geht auch in Unterwalden seit Jahrzehnten zurück. Die IG Haubenmeise, eine Untergruppe von Pro Natura Unterwalden, stärkt seit 2012 mit künstlichen Nisthilfen gezielt den Bestand der Mehlschwalben.

Die Brutvögel bauen ihre Nester bevorzugt an Aussenfassaden von Gebäuden. Diese Nähe zum Menschen wird ihr aber immer häufiger zum Verhängnis. Um Kotverschmutzungen an Fassaden zu verhindern, werden die Naturnester an Wohnhäusern häufig zerstört. Auch bei Hausrenovationen oder beim Abriss bestehender Gebäude verschwinden häufig Nester. Zudem haben die Brutvögel bei modernen Bauten kaum Möglichkeiten, geeignete Neststandorte zu finden. Des weiteren werden Naturwege und offene Böden in unserer Kulturlandschaft seltener. Dadurch finden Mehlschwalben zunehmend weniger Material wie Lehm und Schlamm für den Nestbau.

Mehlschwalbe kann gefördert werden

Viele Mehlschwalben leben auf Bauernhöfen, wo häufig noch ausreichend Nistmaterial vorkommt. Landwirte können darauf achten, schlammige Stellen auf ihren Höfen feucht zu halten, wie es in einer Mitteilung der IG Haubenmeise heisst. Wo geeignetes Nistmaterial selten ist, helfen künstliche Nisthilfen. Zur Verbesserung können Starthilfen für den Nestbau oder Kunstnester angebracht werden. Zur Vorbeugung der Verschmutzung von Hausfassaden empfiehlt sich die Befestigung von Kotbrettern unterhalb der Nisthilfen, teilt die Interessengemeinschaft weiter mit.

Geeignete Nistplätze werden gesucht

Interessenten, welche mittels Nisthilfen die Brutmöglichkeiten der Mehlschwalbe verbessern wollen, können sich bezüglich Standort und Montage beraten lassen. «Unser Ziel ist es, die Mehlschwalbe in Nid- und Obwalden zu fördern, um ihr trotz Landschaftswandel und Urbanisierung eine gute Zukunft zu ermöglichen», meint Kaspar Windlin, Projektleiter Schwalben der IG Haubenmeise. (pd/red)

Hinweis

Wer die Mehlschwalbe fördern möchte, kann sich an Projektleiter Kaspar Windlin, Feldornithologe, wenden. Telefon 079 209 26 51 oder info@zimmerei-windlin.ch

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