OB-/NIDWALDEN: Pendler erhalten Fragebogen in Hände gedrückt

Wohin und wie oft fahren Passagiere? Eine Umfrage soll Licht ins Dunkel bringen.

Matthias Piazza
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Die Kantone wollen mehr über Pendlerströme in den Hauptverkehrszeiten in Erfahrung bringen. (Archivbild Neue NZ/Urs Flüeler)

Die Kantone wollen mehr über Pendlerströme in den Hauptverkehrszeiten in Erfahrung bringen. (Archivbild Neue NZ/Urs Flüeler)

«Wo wohnen und arbeiten Sie? Wie häufig fahren Sie Bahn und Postauto?» Solche Fragen stehen auf den Kärtchen, die ab Montag in den Zügen und Postautos an die Pendler verteilt werden. Die Idee hinter dieser «Volkszählung» im öffentlichen Verkehr: Die Kantone, die bei Zentralbahn und Postauto das Angebot bestellen und mitfinanzieren, wollen genauere Erkenntnisse über die Pendlerströme in den Hauptverkehrszeiten auf den wichtigsten Achsen.

«Wohin pendeln die Leute täglich zwischen Stans und Luzern? Welche Anschlüsse in Luzern sind wie stark gefragt? Antworten auf solche und ähnliche Fragen erhoffen wir uns. Denn hierzu fehlen uns bis jetzt die Angaben», erklärt Hanspeter Schüpfer von der kantonalen Fachstelle für öffentlichen Verkehr Nidwalden. «Insbesondere interessiert uns der Wohn- und Arbeitsort der Pendler, denn daraus ergeben sich ja die eigentlichen Pendlerströme.»

Dazu verteilen nun Mitarbeiter der Jobvision (Zentrum für berufliche Integration Obwalden/Nidwalden) in jedem Kanton 4000 Fragebögen – zunächst in Nidwalden, eine Woche später auch in Obwalden. Die Passagiere müssen nichts anderes tun, als vier Fragen zu beantworten und die vorfrankierte Karte in den nächsten Briefkasten zu werfen.