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OB-/NIDWALDEN: Psychiatrie: Stabsübergabe ist gelungen

Die Psychiatrie in Sarnen wird seit Januar von Luzern aus geführt. Für die Patienten ändert sich nichts. Ausbaupläne sind Zukunftsmusik.
Marion Wannemacher
Peter Schwegler, CEO der Luzerner Psychiatrie. (Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 16. Januar 2017))

Peter Schwegler, CEO der Luzerner Psychiatrie. (Bild: Marion Wannemacher (Sarnen, 16. Januar 2017))

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@luzernerzeitung.ch

Eine Sonderzeitung und eine neue Telefonnummer mit einer «058» als Vorwahl – das sind für die Patienten der Psychiatrie in Sarnen vorerst die einzigen Indizien für die Übernahme der psychiatrischen Grundversorgung durch die Luzerner Psychiatrie (Lups). Peter Schwegler, CEO der Lups, ist froh: Zwei Jahre Vorbereitungszeit liegen hinter ihm und dem Projektteam. «Alle der rund 60 Angestellten aus Ärzteschaft, Pflegepersonal, Therapie und Administration haben den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben», sagt er nicht ohne Stolz auf die Frage nach personellen Wechseln. Einzig die Klinikleitung ist neu. Statt Conrad Frey, der in Pension ging, leitet nun Julius Kurmann, Chefarzt Stationäre Dienste Lups, die Psychiatrie in Sarnen. Stefan Kuhn leitet den Pflegedienst.

Unter anderem im «Echoraum» und in persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern habe man versucht, deren Anliegen und eventuelle Ängste aufzufangen, erzählt Schwegler, der das Projekt leitet. «Wir stellten dabei allseits eine sehr hohe Motivation fest.» In den Fragen sei es um Anstellungsbedingungen, um die eigene Funktion im neuen Unternehmen oder um Sozialversicherungsfragen gegangen. «Der Echoraum wurde jedoch nur in bescheidenem Ausmass genutzt», sagt er. Für die Laufbahn der Mitarbeiter würden sich in der erweiterten Gesamtunternehmung Lups neue, interessante Möglichkeiten ergeben, stellt Schwegler in Aussicht.

Angebote im Bereich der Psychosomatik

Die psychiatrische Klinik in Sarnen verfügt über insgesamt 25 stationäre Betten sowie ein tagesklinisches und ambulantes Angebot. Die Auslastung der Betten liegt bei durchschnittlich 89 Prozent. Fürs laufende Jahr wird mit einem Bedarf von rund 8100 Pflegetagen gerechnet – ähnlich wie 2015. «Die Inanspruchnahme der stationären Behandlung ist in Ob- und Nidwalden im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen eher tiefer», so Schwegler.

An der Grundversorgung für den Patienten in beiden Kantonen wird sich auch unter Luzerner Führung nichts ändern, versichert der CEO. «Jetzt können aber Grundversorgung wie auch Spezialversorgung noch besser koordiniert und aufeinander abgestimmt werden. Damit tut sich für die Bevölkerung von Ob- und Nidwalden eine Tür auf zur Spezialversorgung im Kanton Luzern.» Zu dieser Spezialversorgung gehören unter anderem die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen in St. Urban, der kinder- und jugendpsychiatrische Bereich in Kriens und im Kantonsspital Luzern, die Memory-Klinik Zentralschweiz zur Abklärung von Demenzerkrankungen und der geplante Neubau in St. Urban mit Alterspsychiatrie und einem neuen Angebot einer Psychotherapiestation. «Wir überlegen, im Zusammenhang mit einer geplanten und sicher notwendigen Sanierung des alten Psychiatriegebäudes in Sarnen ein zusätzliches Spezialangebot einzurichten: eine interdisziplinäre medizinisch psychiatrische Station.» Patienten mit einem akuten psychiatrischen und somatischen (körperlichen) Problem könnten hier behandelt werden. Schwegler nennt das Beispiel eines Patienten, der eine chronische rheumatische Erkrankung hat und deshalb auch an einer Depression leidet. Eine solche Station gibt es bislang in keinem der drei Kantone. «Sie würde zusätzliche Patienten und Arbeitsplätze nach Sarnen bringen.»

Julius Kurmann sagt dazu: «Für Sarnen wäre das sicher eine gewinnbringende Situation, um hier die Nähe zwischen Psychiatrie und medizinischem Bereich auszunutzen und zu optimieren. Wenn man eine interdisziplinäre Station einrichten möchte, ist die Übersichtlichkeit des Angebots in einem kleinen Spital von Vorteil.» Sinnvoll wäre aus seiner Sicht eine Stationsgrösse von 17 bis 20 Betten für das Einzugsgebiet aller drei Kantone der Lups.

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