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OB-/NIDWALDEN: Weniger und kürzere Aufenthalte

Die Zahl der verrechneten Heimtage ging leicht zurück. Nid- und Obwaldner leben heute länger eigenständig oder mit Betreuung zu Hause als vor zehn Jahren. Die Auslastung in Heimen bleibt hoch.
Leny Thoma (links) und Maria Flühler fühlen sich im Alters- und Pflegeheim Nägeligasse wohl. Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 25. Oktober 2016)

Leny Thoma (links) und Maria Flühler fühlen sich im Alters- und Pflegeheim Nägeligasse wohl. Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 25. Oktober 2016)

Die Nidwaldner gehen im Schnitt mit 83,8 Jahren in ein Alters- oder Pflegeheim, die Obwaldner mit 82,8 Jahren. Das ist später als im Zentralschweizer Durchschnitt (82,1 Jahre). Dies geht aus den gestern veröffentlichten Daten von Lustat, dem statistischen Amt des Kantons Luzern, hervor. Der Trend hat sich auch vergangenes Jahr fortgesetzt. Immer mehr Nidwaldner leben länger eigenständig oder mit Betreuung zu Hause als vor zehn Jahren. So nahm die Zahl der Personen im Pensionsalter (65 Jahre und älter) seit 2006 deutlich stärker zu als die Zahl der Heimbewohner. Gut ein Viertel der Leute im Alter von mindestens 85 Jahren lebte 2015 in Nid- und Obwalden im Heim, bei den 95-Jährigen und Älteren waren es knapp 40 Prozent (Obwalden 63 Prozent).

Total lebten im vergangenen Jahr 441 Bewohner in einem der sieben Nidwaldner Alters- und Pflegeheime mit gesamthaft 456 Plätzen, damit bleibt die Auslastung mit 97 Prozent wie in den vergangenen Jahren unverändert hoch, schreibt Lustat weiter. Die sieben Alters- und Pflegeheime des Kantons Obwalden mit total 434 Plätzen waren 2015 zu 93 Prozent ausgelastet. Das ist leicht weniger als im Vorjahr mit 96 Prozent.

Rund die Hälfte war vorher im Spital

Von den 221 Personen, die vergangenes Jahr in ein Nidwaldner Heim eintraten, wechselten 53 Prozent direkt aus einem Spital dorthin (Obwalden 45 Prozent). Weitere 37 Prozent (Obwalden 46) kamen von zu Hause . Der Betreuungs- und Pflegebedarf ist ein Hauptgrund für den Eintritt in eine Alterseinrichtung. 19 Prozent der verrechneten Heimtage in Nidwalden betrafen Personen mit einem umfassenden Pflegebedarf von mehr als 2 Stunden und 20 Minuten pro Tag, in Obwalden waren dies 16 Prozent. Von den 224 Personen, die in Nidwalden das Heim verliessen, kehrte ein Viertel nach Hause zurück, 5 Prozent wechselten in ein Spital oder in eine andere Institution. Zwei Drittel verstarben im Heim. Im Schnitt leben Nidwaldner 2,3 Jahre im Heim. In Obwalden kehrten 34 Prozent nach Hause zurück, meist nach einem Kurzaufenthalt, 56 Prozent verstarben im Heim. Mit 1,5 Jahren hat sich die Aufenthaltsdauer in Obwalden im vergangenen Jahr gegenüber früher um ein halbes Jahr verkürzt und lag damit auch unter dem Zentralschweizer Schnitt (1,7 Jahre). Als Grund gibt Lustat sowohl die zunehmende Anzahl der Kurzzeitaufenthalte als auch die rückläufige Dauer der Langzeitaufenthalte an (2015: 2,6 Jahre, 2014: 2,8 Jahre).

Obwaldner bleiben weniger lang in den Heimen

Spürbar zugenommen hat die Zahl der Kurzaufenthalte in beiden Kantonen. Von Kurzaufenthalten spricht man, wenn sich die jeweilige Person vorübergehend in einem Heim aufhält. Dies war 2015 in Nidwalden bei 33 Prozent der Eintritte der Fall (2014: 18 Prozent, 2013: 37 Prozent). In Obwalden betrug dieser Wert im vergangenen Jahr 42 Prozent (2014 und 2013 je 38).

Sowohl die Anzahl der Beschäftigten als auch die Anzahl der Stellen sind im Vorjahresvergleich leicht gestiegen. Knapp zwei Drittel entfielen auf das Pflegepersonal. Die Stellen in der Pflege waren zu 45 Prozent von Personen mit einer qualifizierten Pflegeausbildung besetzt (Obwalden 38 Prozent).

Weitere 29 Prozent der Stellen (Obwalden: 24) hatten Personen mit einem Abschluss als Pflegehelfer SRK oder einer anderen Ausbildung im Bereich Betreuung und Therapie inne. Seit 2009 ist rund jede fünfte Stelle im Pflegebereich eine Ausbildungs- oder Praktikumsstelle. In Obwalden betrug dieser Anteil im vergangenen Jahr 33 und im Vorjahr 36 Prozent.

Pflegetage (2015) Eintritte (2015) Heim-Mitarbeiter (2015) Mittlere Auslastung (2015)
Nidwalden 161'085 221 598 96,8 Prozent
Obwalden 147'907 267 614 93,4 Prozent

Matthias Piazza

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