OB-/NIDWALDEN: WWF kritisiert Einzonungen

Der WWF befürchtet einen Verlust von Kulturland. Dies wegen des neuen Raumplanungsgesetzes. Er reichte Einsprachen ein.

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Die Löwengrube in Enetmoos ist eines jener Gebiete, welches zu Bauland eingezont werden soll. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Die Löwengrube in Enetmoos ist eines jener Gebiete, welches zu Bauland eingezont werden soll. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

«Es ist eine Missachtung des Volkswillens, wir finden das nicht recht. Solches Verhalten widerspricht dem Grundsatz der Raumplanung vom nachhaltigen Umgang mit dem Boden.» Dies meint Marc Germann, Geschäftsführer des WWF Unterwalden. Seiner Ansicht nach versuchen viele Gemeinden noch schnell vor Inkrafttreten der neuen Verordnung Bauland einzuzonen. Hintergrund ist die Revision des Raumplanungsgesetzes, dem das Schweizer Stimmvolk am 3. März des vergangenen Jahres zugestimmt hat. Demnach haben Bauzonen dem voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre zu entsprechen. Wo sie viel grösser sind, müssen sie verkleinert werden. Die Kantone haben fünf Jahre Zeit, um ihre kantonalen Richtpläne anzupassen. Nachher sind die Nutzungspläne der Gemeinden darauf abzustimmen, dann kommt es zur eigentlichen Bereinigung der Bauzonen.

«Wir wehren uns»

Der WWF befürchtet einen Verlust von Kulturland. «Gemeinden planen Einzonungen, bei denen teilweise wertvollster landwirtschaftlicher Boden überbaut werden soll. Auch werden dadurch geschützte Landschaften beeinträchtigt», führt Marc Germann aus. «Gegen solche Entwicklungen wehren wir uns.» So hat der WWF Unterwalden in Sachseln, Oberdorf und Ennetmoos Einsprachen eingereicht.