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OB-/NIDWALDEN: Zentralbahn-Passagiere müssen auf Bus umsteigen

Die umfangreichen Bauarbeiten zwischen Hergiswil und Giswil kommen in die heisse Phase. Die Streckensperrung zwischen dem 3. und 29. April freut die Stansstader aus einem bestimmten Grund.
Bahnersatzbusse stehen auch ab kommendem Dienstag wieder für die Zentralbahn im Einsatz. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 15. November 2016))

Bahnersatzbusse stehen auch ab kommendem Dienstag wieder für die Zentralbahn im Einsatz. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 15. November 2016))

Nach Ostern müssen die Zentralbahn-Pendler, die in Richtung Brünig unterwegs sind, vorübergehend von ihren Pendlergewohnheiten Abschied nehmen. Wegen umfangreicher Bauarbeiten fahren vom 3. bis 29. April keine Züge zwischen Hergiswil und Giswil. Wer in Luzern in den Luzern-Interlaken-Express einsteigt, muss ihn in Horw bereits wieder verlassen und auf den Bahnersatzbus nach Giswil umsteigen. Dieser bedient die Interregio-Halte Sarnen und Sachseln nicht, um so die Anschlüsse in Giswil an den Interregio zu gewährleisten, welcher nach gewohntem Fahrplan weiter nach Meiringen und Interlaken Ost fährt. In der Gegenrichtung gilt dasselbe Regime. Zu den Pendlerzeiten am Morgen und Abend fahren Direktbusse von Sarnen nach Horw und umgekehrt.

Pendler, die normalerweise die S5 oder die S55 nach Giswil benutzen, müssen in Stansstad auf den Bahnersatzbus umsteigen, dies, weil dort der Bus besser wenden kann. Dieser fährt alle 15 Minuten (zu Randzeiten alle 30 Minuten) mit Halt an allen Stationen (ausser Sarnen Nord). In Sarnen und Giswil hält der Bus am Bahnhof, in Alpnachstad, Alpnach, Sachseln und Ewil Maxon an der Hauptstrasse. Die Stansstader kommen so für knapp vier Wochen vorübergehend in den Genuss eines Viertelstundentaktes nach Luzern.

Gelbe Leuchtwesten dominieren die Bahnhöfe

«Der Bahnersatz-Betrieb ist ein Kraftakt, organisatorisch wie finanziell», sagt Thomas Keiser, Mediensprecher der Zentralbahn. Schliesslich stünden rund 18 Busse von diversen Transportunternehmungen pro Tag im Einsatz, die rund 13'000 Pendler und Touristen befördern würden. Der Bahnersatz kostet die ZB knapp eine Million Franken. In der Touristen-Hauptsaison, die im Mai beginnt, wären es noch bedeutend mehr Touristen. Informationen an den Bahnhöfen und acht sogenannte Kundenlenker pro Tag, ZB-Mitarbeiter in gelben Leuchtwesten, unterstützt durch die Securitas, sollen für eine reibungslose Abwicklung sorgen. Thomas Keiser blickt der Streckensperrung zuversichtlich entgegen. «Erfahrungsgemäss haben sich die Pendler schon am zweiten Tag an den Bahnersatz gewöhnt.»

Grund für die Totalsperre sind die umfangreichen Bauarbeiten zwischen Hergiswil und Sachseln. Der Bahnhof Alpnachstad erhält rollstuhlgängige Rampen bei den Gleisen sowie beim Seeufer. Damit wird er als letzter der zehn Obwaldner Bahnhöfe barrierefrei, so, wie es das Behindertengleichstellungs-Gesetz bis 2023 vorschreibt. Zudem werden die Perrons verlängert, der Hochwasserschutz verbessert, die Gleisanlagen ersetzt sowie die Park-and-ride-Parkplätze und der Velounterstand ausgebaut. Von Mai bis September werden die Perrons noch teilweise überdacht und ausgestattet mit Sitzbänken, Abfahrtsmonitoren, Billettautomaten und den übrigen Einrichtungen. An den 8 Millionen Franken für den Bahnhofsumbau beteiligt sich die Gemeinde Alpnach mit 635'000 Franken.

Zwischen Hergiswil und Alpnachstad wird der Loppertunnel saniert. Am Wichelsee und bei Sachseln werden die Gleise erneuert.

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis
Weitere Informationen zum Streckenunterbruch und detaillierte Fahrpläne: www.zentralbahn.ch

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