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Ob- und Nidwaldner Schüler lernen singend und klatschend Französisch

Der Stellenwert des Französischunterrichts ist bei den Ob- und Nidwaldner Primarschülern durchzogen. Eine Charmeoffensive soll der zweiten Landessprache zu höherer Beliebtheit verhelfen.
Primus Camnezind
Gustav führte Primarlehrer aus Ob- und Nidwalden singend ins neue Lehrmittel ein. (Bild: Primus Camenzind (Sarnen, 28. November 2018))

Gustav führte Primarlehrer aus Ob- und Nidwalden singend ins neue Lehrmittel ein. (Bild: Primus Camenzind (Sarnen, 28. November 2018))

Rund 30 Lehrerinnen und Lehrer aus Nid- und Obwalden fanden sich kürzlich in der Kantonsschule Sarnen ein. Sie alle unterrichten an den 5. und 6. Primarklassen Französisch und beteiligten sich deshalb an einem Workshop, um das neuartige Lehrmittel «dis donc! 5 und 6» singend zu erkunden. Und da der Gesang im Mittelpunkt des Nachmittags stand, war Gustav vor Ort.

Der bekannte Autor, Komponist und Sänger war schon in rund 300 Schulen der deutschsprachigen Schweiz unterwegs, um das neue Lehrwerk mit den von ihm komponierten und getexteten Liedern vorzustellen. Und um die wirkungsvollen Songs mit Kursteilnehmern in lockerer Manier zu proben.

«Ich bin kein Lehrer, habe diesen Beruf allerdings erlernt», gab Gustav den Anwesenden zu verstehen. «Der musikalische Zugang zu einer Fremdsprache kann wie ein Türöffner wirken», bekräftigte der 43-jährige Vater von drei Kindern aus dem zweisprachigen Kanton Freiburg. Gustav wollte wissen, wie der Stellenwert des Französischunterrichts in unserer Region ist. Eine Teilnehmerin erklärte, dass Kinder mit fremdsprachigem Hintergrund in ihrer Klasse das allgemeine Interesse an «Französisch» steigern. Eine weitere Lehrperson stellt in der 5. Klasse eine höhere Motivation als in der 6. Klasse fest. «Das hängt mit den pubertären Schwankungen zusammen», meinte sie. Der Leiter des Workshops wies auf Forschungsergebnisse hin, welche aufzeigen, wie Fremdsprachen doziert und gelernt werden sollten. «Es hilft nebst den neuen Lehrmitteln auch ein gemeinsames Projekt mit einer Schulklasse aus der französischsprachigen Schweiz, um deutliche Erfolge zu erzielen», betonte Gustav. Er sprach von gegenseitigen Klassenbesuchen.

Lieder sind für Lernzwecke online abrufbar

Am Kursnachmittag wurde vor allem viel gesungen. Der Gast aus Freiburg arbeitete mittels Playback und ebenso mit Hilfe seiner Gitarre und den Stimmen der Lehrerinnen und Lehrer das gesamte Repertoire des Lehrwerks durch. Dieses ist für schulische Zwecke online abrufbar.

Der Sänger forderte die Anwesenden auf – nicht nur jetzt, sondern auch mit den Schülern – «zu schauspielern, zu stampfen, zu klatschen und mit den Fingern zu schnalzen». Entsprechend dem jeweiligen Niveau der Kinder in Französisch enthalten die Texte in den Singspielen alles, was die Fünft- und Sechstklässler lernen müssen.

Kanton bietet Hand für Klassenaustausch

«Das neue Lehrmittel ‹dis donc!› wird nun jahrgangsweise seit Beginn des aktuellen Schuljahres in Ob- und Nidwalden obligatorisch eingeführt», erklärte Margrit Wirz, pädagogische Mitarbeiterin im Amt für Volks- und Mittelschulen Obwalden, unserer Zeitung. Da der Wortschatz in Französisch zuerst erarbeitet werden muss, sei die Herausforderung nicht kleiner. «Weil man beim neuen Lehrmittel den Unterricht mit Musik und Spass verbinden kann, geht das Lernen aber viel einfacher», bekräftigte Wirz. Auf die Anregung von Gustav betreffend des Austausches mit Schulklassen aus Romandie angesprochen, bestätigte Wirz, dass das Amt für Volksschule Hand biete. «Wir verfügen im Kanton über eine Austauschverantwortliche, die als Fachperson den Klassen mit hilfreichen Tipps zur Seite steht.» Sie verwies auf die Homepage www.movetia.ch, die mit quasi pfannenfertigen Anleitungen für Klassenaustausch und dergleichen aufwartet. «Wir sind überzeugt, mit ‹dis donc!› den Schulen für die Umsetzung des Lehrplans 21 ein taugliches Lehrmittel zur Verfügung gestellt zu haben.» (cam)

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