Oben! Dominika Dillier hat es geschafft

Was für eine unglaubliche Leistung: Als erste Obwaldnerin stand Dominika Dillier am Donnerstag auf dem Gipfel des Mount Everest.

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Dominika Dillier hat den Mount Everest bezwungen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Dominika Dillier hat den Mount Everest bezwungen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

«Sie hat grad vor fünf Minuten mit einem Satellitentelefon angerufen», sagt Ehemann Ruedi Degelo voller Freude. «Sie hat es geschafft.» Der Anruf dauerte zwar nur kurz, die Leitung war nicht stabil. «Aber es geht ihr gut.»

Dominika Dillier hat den Mount Everest bezwungen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Dominika Dillier hat den Mount Everest bezwungen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Dominika Dillier aus Sachseln hat das geschafft, wovon viele andere Bergsteiger nur träumen: Sie hat den Mount Everest, den mit 8848 Meter höchsten Berg der Welt bezwungen. Als erste Obwaldnerin und als sechste Schweizerin. «Natürlich bin ich unglaublich stolz», sagt ihr Mann Ruedi Degelo. «Aber ich habe nie daran gezweifelt, dass sie es schafft.»

Obwohl: In den vergangenen Tagen drohte der grosse Traum von Dominika Dillier zu platzen: «Der Tourenführer war kurz davor, die Expedition wegen schlechter Witterung abzubrechen», berichtet Degelo. Dann aber kam sie doch noch, die freudige Nachricht: Es sieht besser aus, los gehts!

Stockfinster war es

Wer nun glaubt, Dominika Dillier habe den Gipfel bei schönstem Sonnenschein erreicht, liegt weit daneben. «Stockfinster war es dort oben», sagt Ruedi Degelo lachend. Kein Wunder: Die Gruppe ist vor Mitternacht vom letzten Lager aus aufgebrochen und erreichte den Gipfel um 4 Uhr morgens. Sie kamen viel schneller voran, als sie geglaubt hatten. «Dass man bereits vor Mitternacht aufbricht, ist üblich», sagt Degelo, der selbst ein erfahrener Bergsteiger ist und seine Frau ideell und finanziell unterstützt. Dafür konnte die Gruppe vor dem Abstieg einen spektakulären Sonnenaufgang geniessen.

Gemäss Statistik schafft es nur jede fünfte Person, die den Berg in Angriff nimmt, auch wirklich bis zum Gipfel zu kommen.

Adrian Venetz/Neue Obwaldner Zeitung