OBWALDEN: 251'000 Franken für Majorenhaus-Sanierung

Der Regierungsrat unterstützt die Sanierung des Majorenhauses in Alpnachstad mit 251'000 Franken. Auch der Bund spricht Geld.

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So sieht das Projekt des Sarner Architekten Beda Dillier aus
(links). Das Majorenhaus bietet heute keinen schönen Anblick. (Bilder PD / Robert Hess / Neue OZ)

So sieht das Projekt des Sarner Architekten Beda Dillier aus (links). Das Majorenhaus bietet heute keinen schönen Anblick. (Bilder PD / Robert Hess / Neue OZ)

Die Gesamtrestaurierung beläuft sich auf 2,2 Millionen Franken, wovon 1,25 Millionen Franken beitragsberechtigt sind. Beitragsberechtigt sind Kosten, die im direkten Zusammenhang mit der schutzwürdigen Bausubstanz entstehen. Der Regierungsrat unterstützt die Sanierung mit höchstens 251'000 Franken. Der Betrag setzt sich aus Swisslos-Mitteln (155'000 Franken) und einem Gemeindebeitrag (95'000 Franken) zusammen.

Das Majorenhaus in Alpnachstad muss dringend saniert werden. Es ist im kantonalen Schutzplan als Kulturobjekt von regionaler Bedeutung aufgeführt. Das Projekt sieht grössere Arbeiten vor: Verstärkung der Gebäudestatik, Wiederherstellung der Raumhüllen, Restaurierung von Fassaden und Dach sowie die Erneuerung der Fenster.

Das Bundesamt für Kultur hat einen Bundesbeitrag von höchstens 564'000 Franken bewilligt.

Bauzeuge aus dem 19. Jahrhundert

Das heute sanierungsbedürftige Haus unweit der Pilatusbahn-Talstation in Alpnachstad ist in den Jahren 1862/63 von Major Melchior Britschgi, einem Hotelpionier und Visionär, erbaut worden. Das Majorenhaus, wie es später genannt wurde, ist ein bedeutender kulturgeschichtlicher Bauzeuge aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aufgrund seiner Geschichte, seines Standortes und seiner Architektur ist das Majorenhaus im Inventar der schützenswerten Gebäude als Kulturobjekt von regionaler Bedeutung eingestuft.

Am 5. Juni 2006 haben die Alpnacher Stimmberechtigten den Kauf des Grundstückes inklusive Gebäude zu einem Preis von 145'500 Franken an der Urne genehmigt. Eine anschliessend gegründete Stiftung unter dem Präsidium von Walter Küng hat das Majorenhaus von der Gemeinde für die Renovation und Nutzung im Baurecht erhalten.

pd/rem/rb