OBWALDEN: A8: Erste Leitplanken sind montiert

Auf der A 8 ist in der vergangenen Nacht die Montage von Mittelleitplanken gestartet worden. Sie sorgen für mehr Sicherheit.

Robert Hess
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Die 60 Zentimeter hohen Leitplankenelemente werden an Ort und Stelle abgeladen. (Bild Nadia Schärli)

Die 60 Zentimeter hohen Leitplankenelemente werden an Ort und Stelle abgeladen. (Bild Nadia Schärli)

Voll beladen mit Leitplanken fuhren gestern Abend zwölf Sattelschlepper zum A-8-Halbanschluss Süd in Alpnach Dorf. Um 20 Uhr war die A 8 zwischen der Verzweigung Lopper und dem Anschluss Sarnen Nord in beiden Fahrtrichtungen gesperrt und der Verkehr umgeleitet worden. Und wenig später begannen zwei Equipen, die ersten je sechs Meter langen, 60 Zentimeter hohen und rund eine Tonne schweren Mittelleitplanken, gleichzeitig in Richtung Luzern und Sarnen, auf den bestehenden doppelten Sicherheitslinien der A 8 abzustellen und aneinander festzuschrauben, ohne sie aber im Strassenbelag selber zu verankern. Bis zum frühen Dienstagmorgen waren 1700 Meter Leitplanken auf der insgesamt 6,8 Kilometer langen Strecke zwischen Alpnachstad und Sarnen Nord montiert. Um 5 Uhr wurde die Strasse wieder für den Verkehr freigegeben.

Weitere drei Nächte Arbeit

«Der gleiche Ablauf findet in den kommenden drei Nächten statt», erklärte Projektleiter Oskar Arnet von der Filiale Zofingen des Bundesamtes für Strassen (Astra). Jeden Abend kommen 12 Sattelschlepper und transportieren weitere je rund 1700 Meter in Deutschland hergestellte Leitplanken nach Obwalden.

Insgesamt stehen jeden Abend rund 20 Personen verschiedener Firmen im Einsatz. Die Arbeiten dauern in den kommenden Nächten bis Freitag, 14. November, an.

Bald wieder 100 km/h

Mit den Mittelleitplanken werden die beiden Fahrbahnen auf der A 8 zwischen Alpnachstad und Sarnen Nord, auf einer Strecke von 6,8 Kilometern, temporär getrennt. Damit soll die Sicherheit wesentlich erhöht werden. Die Kosten betragen rund 1,5 Millionen Franken. Sind die Mittelleitplanken montiert, wird die Geschwindigkeit wieder von 80 km/h auf 100 km/h erhöht, schreibt das Astra in einer Mitteilung.

Leo Spichtig kämpfte dafür

«Ich bin glücklich, dass diese Massnahme nun doch rasch vollzogen wird», sagte gestern der Alpnacher CSP-Kantonsrat und Arzt Leo Spichtig. Er hatte nach der Häufung von schweren Unfällen auf politischer Ebene unermüdlich für eine Verbesserung der Sicherheit auf der A 8 gekämpft. «Die Fahrbahntrennung ist das Wichtigste», fuhr er fort. Ein Fragezeichen setzt Spichtig aber zur Erhöhung der Geschwindigkeit auf 100 km/h. «Auf den sechs Kilometern bringt das einen Zeitgewinn von lediglich 54 Sekunden», sagt er. Überdies seien die Lärmimmissionen mit 80 km/h merkbar geringer geworden, hätten ihm Anwohner in A-8-Nähe berichtet.