Obwalden

Achtzehn Coronafälle im Rütimattli – Entwarnung für die weiteren Bewohner

In der Stiftung Rütimattli in Sachseln sind mehrere Coronafälle aufgetreten. Dank genügend strikter Schutzmassnahmen hat ein Massentest keine weiteren positiven Fälle ergeben.

Florian Pfister
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In zwei Wohngruppen der Stiftung Rütimattli in Sachseln sind zwölf Bewohner und sechs Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Verantwortlichen haben in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kantons Obwalden umgehend gehandelt, wie die Stiftung Rütimattli in einer Medienmitteilung schreibt. Die erkrankten Personen befinden sich in Isolation. Die betroffenen Wohngruppen sind betrieblich und personell komplett von den anderen Wohngruppen abgetrennt und werden medizinisch umfassend betreut.

Das Rütimattli Sachseln weist insgesamt sechzehn positive Coronafälle auf.

Das Rütimattli Sachseln weist insgesamt sechzehn positive Coronafälle auf.

Archivbild: Obwaldner Zeitung

Die betroffenen Personen wurden in der vergangenen Woche getestet. Daraufhin hat die Stiftung am Dienstag einen Massentest durchführen lassen. Dieser gibt Entwarnung. Es kamen keine weiteren Fälle dazu. Die positiv getesteten Fälle haben daher keinen Einfluss auf die restlichen Bewohner und Mitarbeiter. «Den betroffenen Personen geht es gut», sagt Geschäftsleiterin Iria Gut auf Anfrage. «Die Krankheitsverläufe sind mild. Darüber sind wir sehr froh.» Für die erste Gruppe endet die Isolation bereits am Donnerstag.

Pflege und Betreuung sind sichergestellt

Die Situation sei für alle herausfordernd, sagt Iria Gut. «Dank der sorgfältigen Vorbereitung und der Zusammenarbeit aller Bereiche können wir die anspruchsvolle Lage gut meistern und den Ausfall vom Personal intern überbrücken», lässt sich die Geschäftsleiterin in der Medienmitteilung zitieren. «Pflege und Betreuung sind jederzeit vollumfänglich sichergestellt.»

Die Verantwortlichen des Rütimattlis hatten die bestehenden Schutzkonzepte bereits im Oktober verschärft, als sich die zweite Coronawelle anbahnte. So hat die Stiftung die Verhaltensregeln und den Einsatz von Desinfektionsmitteln sowie von Schutzmasken und -bekleidung verstärkt. Seit Mitte November wird zudem die Durchmischung von Wohn- und Arbeitsgruppen strikt vermieden, was sich nun ausgezahlt hat.

Personal und Bewohner halten sich an die Vorgaben

«Die Gesundheit und Sicherheit unserer Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch der Mitarbeitenden hat für uns höchste Priorität», betont Iria Gut. Die Bewohner gehen seit Mitte November an den Wochenenden nicht mehr nach Hause und bleiben der Arbeit in den Werkstätten in Sarnen fern. Besuche sind nur unter Einhaltung der Schutzmassnahmen in einem separaten Raum möglich. Das Schwimmbad bleibt für externe Besucherinnen und Besucher bis mindestens Ende Februar geschlossen.

«Wir passen die Schutzkonzepte laufend an», sagt Iria Gut. «Wir lernen aus unseren Erfahrungen, die wir im Verlauf dieses Jahres gemacht haben.» Gut freut sich, dass die aktuellen Schutzkonzepte funktionieren und nicht angepasst werden müssen. «Das Personal und die Bewohner halten sich vorbildlich an die Vorgaben und Empfehlungen. Wir bleiben am Ball, um unseren Auftrag der Betreuung und Pflege von Menschen mit einer Beeinträchtigung auch im neuen Jahr bestmöglich nachgehen zu können.»