OBWALDEN: Alpnach erhält Vollanschluss an A8

Der Anschluss Alpnach Süd an die Autostrasse A8 kann mit einer Ein- und Ausfahrt nach und von Luzern ergänzt werden. Der Bundesrat hat das Projekt für die Erweiterung des bestehenden Halbanschlusses genehmigt.

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Halbanschluss Alpnach Süd mit Auf- und Abfahrt von und nach Sarnen (links). Der neue Teil für den Vollanschluss ist rechts der Brücke auf Höhe des gelben Lastwagens geplant. (Bild: Robert Hess)

Halbanschluss Alpnach Süd mit Auf- und Abfahrt von und nach Sarnen (links). Der neue Teil für den Vollanschluss ist rechts der Brücke auf Höhe des gelben Lastwagens geplant. (Bild: Robert Hess)

Die beiden neuen Rampen sollen das Dorf Alpnach vom Verkehr entlasten. Die Kosten für das Vorhaben des Bundes liegen bei rund 6,4 Millionen Franken. Nach der weiteren Planung ist der Bau für 2017 geplant.

Beim Halbanschluss Alpnach Süd sollen je eine 490 Meter lange Ein- und eine 350 Meter lange Ausfahrtsrampe in und aus Richtung Luzern erstellt werden. Im Gleichzug will der Kanton Obwalden Sanierungsarbeiten auf der Zufahrt durchführen und flankierende Massnahmen wie etwa ein Lastwagenfahrverbot im Dorfzentrum treffen.

Mit der Erweiterung des bestehenden Halbanschlusses sollen Alpnach vom Durchgangs- und Lastwagenverkehr entlastet und die östlich des Dorfes liegende Industrie- und Gewerbezone besser an die A8 angebunden werden. Zudem sollen im Ort die Luft- und Lärmbelastung verringert und die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Langjährige Forderung

Der Kanton Obwalden und die Gemeinde Alpnach bemühen sich seit den 1990er-Jahren um einen Vollanschluss. Ein erstes Projekt erarbeitete der Kanton 2002. Dieses stand im Zusammenhang mit einem möglichen Lastwagen-Stauraum auf dem Flugplatz Alpnach. Das Projekt wurde aber im Jahr 2003 sistiert, weil der Bund andere Lösungen entlang der A2 und vor dem Gotthard weiter verfolgte.

Seitens des Bundes bestand kein Bedarf den Anschluss auszubauen. Er verlangte deshalb ursprünglich, dass die Kosten für den Bau durch Obwalden und die Gemeinde Alpnach getragen werden. Im Herbst 2012 erfolgte die Änderung dieser Bestimmung, wonach der Kanton und die Gemeinde Alpnach nur noch die Kosten der Anschlussstrassen und der flankierenden Massnahmen tragen müssen.

Der Bau ist nach Angaben des Kantons Obwalden für 2017 geplant. Die Bauzeit liegt bei acht bis zehn Monaten. Der Vollanschluss kann damit frühestens Ende 2017 in Betrieb genommen werden. (sda)