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OBWALDEN: Amtierende Regierungsräte in Obwalden bestätigt

Während sich die bisherigen Regierungsräte am Sonntag über ihre Wiederwahl freuten, naht für die Neuen der zweite Wahlgang am 8. April. Insbesondere für die CVP ist die Lage verzwickt.
CVP-Parteipräsident Bruno von Rotz (links) im Gespräch mit Jürg Berlinger. (Bild: Roger Zbinden (Sarnen, 4. März 2018))

CVP-Parteipräsident Bruno von Rotz (links) im Gespräch mit Jürg Berlinger. (Bild: Roger Zbinden (Sarnen, 4. März 2018))

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

11111 Stimmen: Mit dieser Schnapszahl schaffte Josef Hess gestern glanzvoll die Wiederwahl in den Regierungsrat. «In diesem Ausmass hätte ich das Resultat nicht erwartet. Das ist ein sehr schönes Gefühl», freute sich der Baudirektor, der vor acht Monaten in stiller Wahl in die Regierung kam. Er habe sich Mühe gegeben, alles, was er angepackt habe, richtig zu machen. «Zudem versuche ich, auf die Leute zuzugehen und ihnen zuzuhören. Das wird geschätzt.» Weiter wollte Hess seinen Erfolg nicht analysieren. «Ich sage immer, weniger plagieren, dafür mehr machen.»

Auch für Christoph Amstad war es die erste echte Volkswahl, und auch er schaffte ein Spitzenresultat. In seiner Heimatgemeinde Sarnen übertrumpfte der Sicherheits- und Justizdirektor gar knapp Josef Hess, der sonst in jeder Gemeinde am meisten Stimmen holte. «Als Stillgewählter war es schwierig, den Ausgang der Wahl abzuschätzen», sagte Amstad. «Das Resultat zeigt, dass ich gute Arbeit geleistet habe und das macht mir sehr Freude.»

Amstad und Hess lassen Büchi weit hinter sich

Frau Landammann Maya Büchi-Kaiser schaffte die Wiederwahl ebenfalls, jedoch mit nur knapp 500 Stimmen Abstand zum absoluten Mehr. Man habe um den ersten Wahlgang «etwas ‹gebibbert›», sagte FDP-Parteipräsident Hans-Melk Reinhard. «Die Personen, die an schwierigen Geschäften arbeiten, sind halt auch umstrittener. Aber Maya leistet sehr gute Arbeit». Ob der Erfolg im ersten Wahlgang als verhaltenes Vertrauensvotum zum Sparpaket gesehen werden könne, darüber wollte Maya Büchi gestern nicht spekulieren. «Es ist für mich aber ein gutes Zeichen, dass die Regierung in bisheriger Konstellation weiterarbeiten kann.»

Während sich die Bisherigen nun erst einmal auf ihren Lorbeeren ausruhen können, wartet schon am 8. April der zweite Wahlgang auf die neuen Regierungsratskandidaten. Bis am Mittwochabend sind Verzichtserklärungen einzureichen, bis Donnerstagabend die (neuen) Wahlvorschläge für den zweiten Wahlgang.

Zieht Jürg Berlinger seine Kandidatur zurück?

Bei Christian Schäli (CSP) und Daniel Wyler (SVP) war der Fall klar: «Ich gehe mit Rückenwind Richtung 8. April», meinte Schäli. CSP-Co-Präsident Josef Stalder fügte an: «Bei so vielen Stimmen kann man davon ausgehen, dass er es in die Regierung schafft.» SVP-Präsidentin Monika Rüegger fand: «Mit dem tollen Resultat sehe ich keine andere Strategie, als dass Daniel Wyler in den zweiten Wahlgang geht.» Verzwickter ist die Lage bei der CVP: «Es ist eher unwahrscheinlich, dass wir im zweiten Wahlgang auf einen anderen Kandidaten als Michael Siegrist setzen», sagte Parteipräsident Bruno von Rotz. Er werde mit Jürg Berlinger, der ohne Parteiunterstützung am wenigsten Stimmen holte, das Gespräch suchen.

Nach jetzigem Stand werde er in den zweiten Wahlgang steigen, sagte Siegrist. Auf Jürg Berlingers Pläne angesprochen meinte der offizielle CVP-Kandidat: «Ich an seiner Stelle würde die Kandidatur zurückziehen.» Ob er dem nachkommen will, konnte Berlinger gestern noch nicht sagen. Aber: «Ziel der CVP ist sicher, weiterhin zwei Regierungsräte zu haben. Das würde ich ihr zugestehen.» Auch dass seine fortgesetzte Kandidatur der SVP in die Hände spielen würde, schwinge bei seiner Entscheidungsfindung mit. Ähnlich äusserte sich Florian Spichtig: «Ich muss taktisch schauen, dass ich durch meine Kandidatur nicht einen lachenden Dritten begünstige.» Auch Spichtig wollte sich jedoch gestern noch nicht festlegen.

Sie wurden am Sonntag gewählt: Christoph Amstad (CVP), Maya Büchi-Kaiser (FDP) und Josef Hess (parteilos). (Bild: Roger Zbinden (Sarnen, 4. März 2018))

Sie wurden am Sonntag gewählt: Christoph Amstad (CVP), Maya Büchi-Kaiser (FDP) und Josef Hess (parteilos). (Bild: Roger Zbinden (Sarnen, 4. März 2018))

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