OBWALDEN: Andermatter Schnee für Engelberg

Noch hat Engelberg für den Skisprung-Weltcup-Anlass vom 20. und 21. Dezember zu wenig Schnee. Dennoch ist das Springen gesichert. Denn die Organisatoren karren nun Schnee von Andermatt nach Engelberg.

Drucken
Teilen
Die Anlaufspur wird mit Schnee aus Andermatt hergerichtet. (Bild: PD)

Die Anlaufspur wird mit Schnee aus Andermatt hergerichtet. (Bild: PD)

Die Vorbereitungsarbeiten an der Titlisschanze und im Festgelände sind im Zeitplan, wie das OK in einer Mitteilung schreibt. Unter der Mithilfe von vielen freiwilligen Helfern entsteht in Engelberg im Moment eine regelrechte Skisprungarena. Tribünen, Mannschafts- und Festzelte wurden bereits erstellt und auch bei der Sprunganlage gehen die Arbeiten zügig vorwärts.

Schnee von Andermatt

Nachdem die Anlaufspur bereits praktisch fertig erstellt wurde, gilt es nun den Aufsprung und den Auslauf der weltgössten Naturschanze zu präparieren. Obwohl in den letzten Tagen leichte Schneefälle zu verzeichnen waren, braucht es für eine tragfähige Grundlage mehr Schnee als bisher von Frau Holle geliefert wurde. Leider versprechen die Wetterprognosen auch für die kommenden Tage nur wenig Niederschläge und zu wenig tiefe Temperaturen, um vor Ort Schnee produzieren zu können. Aus diesen Gründen haben sich die Organisatoren entschieden, die Unterlage mit Naturschnee aus der Gotthard-Region zu präparieren. Der zugeführte Schnee aus Andermatt dient als Ergänzung zum bereits vorhandenen Schnee. Schanzenchef Albin Amstutz rechnet mit maximal 20 bis 30 Lastwagentransporten. Diese sind mit den zuständigen Stellen der involvierten Kanton Uri und Obwalden abgesprochen. Damit sei das Weltcup-Skispringen gesichert, schreibt das OK.

850'000 Franken Umsatz

Die traditionellen Skisprung-Veranstaltungen in Engelberg gehören zu den grössten und wichtigsten Sportanlässen der Schweiz. Neben der Werbewirkung und Medienpräsenz für die Tourismusdestination Engelberg generieren die Skisprung-Events auch eine beachtliche direkte und indirekte Wertschöpfung für die Zentralschweiz. So werden auf Grund der Veranstaltungen jährlich 4500 zusätzliche Übernachtungen gebucht.

Das Budget der Weltcup-Veranstaltungen in Engelberg beträgt knapp eine Million Franken, der Umsatz während den drei Wettkampftagen beläuft sich auf rund 850’000 Franken. Davon profitiert das einheimische und regionale Gewerbe. Ok-Präsident Ernst von Holzen ist sich dessen bewusst: «Der Weltcup ist für Engelberg sehr wichtig. Das ganze Dorf erlebt nicht nur ein tolles Sportfest, sondern profitiert auch wirtschaftlich vom Anlass. Dadurch lässt sich der sehr grosse Vorbereitungsaufwand klar rechtfertigen».

pd/rem

Hinweis: Infos auf www.weltcup-engelberg.ch

Erfolgte der Einbau des Schnees bis vor wenigen Jahren noch ausschliesslich von Hand, so kommt heute ein modernes Pistenfahrzeug mit integrierter Seilwinde zum Einsatz. (Bild: PD)

Erfolgte der Einbau des Schnees bis vor wenigen Jahren noch ausschliesslich von Hand, so kommt heute ein modernes Pistenfahrzeug mit integrierter Seilwinde zum Einsatz. (Bild: PD)

Die Anlaufspur wird bewässert. (Bild: PD)

Die Anlaufspur wird bewässert. (Bild: PD)

Um den weltbesten Skispringern eine tadellose Schanze zu bieten, wird der Schnee in der Anlaufstrecke aufwendig per Hand eingebaut. (Bild: PD)

Um den weltbesten Skispringern eine tadellose Schanze zu bieten, wird der Schnee in der Anlaufstrecke aufwendig per Hand eingebaut. (Bild: PD)

Einbau des Schnees: Der Feinschliff erfolgt dann von Hand. (Bild: PD)

Einbau des Schnees: Der Feinschliff erfolgt dann von Hand. (Bild: PD)