Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBWALDEN: Anspruchsvolle Aufräumarbeiten nach Winterstürmen

Die Stürme im Januar haben in den Wäldern grosse Schäden angerichtet. Muss Holz aus schwierigem Gelände abtransportiert werden, kommen Spezialisten aus Kägiswil mit ihren drei Lastenhelikoptern zum Einsatz.
Beat Christen
Die Rotex Helicopter AG fliegt Bäume aus einem Wald. (Bild: Christian Perret (Wimmis, 14. Februar 2014))

Die Rotex Helicopter AG fliegt Bäume aus einem Wald. (Bild: Christian Perret (Wimmis, 14. Februar 2014))

Die Schäden, welche die Stürme im Januar alleine in den Zentralschweizer Wäldern angerichtet haben, sind immens. Nach Schätzungen dürften es über 150000 Kubikmeter Holz sein, welche den Sturmböen nicht standhielten. Es ist nicht auszuschliessen, dass diese Zahl noch nach oben korrigiert werden muss. «Viele Schäden befinden sich in höheren Lagen und in schwer zugänglichen Gebieten, die man aufgrund der winterlichen Verhältnisse noch nicht begutachten konnte», erklärt Edi Halter, der im Engelbergertal und in der Region Beckenried-Emmetten als Förster tätig ist.

Die Holzerei in Windwurfgebieten ist denn auch nicht jedermanns Sache. «Da braucht es Spezialisten, die sich gewohnt sind, in Windwurfgebieten zu arbeiten.» Für die Korporationen mit eigenen Forstteams sind diese Arbeiten eine grosse Herausforderung. Für private Waldbesitzern sind Ereignisse wie die Januar-Stürme ohne den Beizug von professionellen Forstteams kaum lösbare Aufgaben.

Bis 2700 Kilogramm transportieren

Die erste Übersicht der Sturmschäden vom Januar haben gezeigt, dass es sich vielfach um sogenannte Streuschäden handelt. Das heisst, die Bäume liegen vereinzelt und dabei kreuz und quer im Walde. Die Ernte von verstreut im Wald liegenden Bäumen ist auch für erfahrene Forstfachleute keine einfache Arbeit. Seit 1997 hat sich das in Kägiswil angesiedelte Unternehmen Rotex Helicopter AG auf solch schwierige Holzerarbeiten spezialisiert.

Seit jeher unverzichtbare Helfer für das vorwiegend aus Forstwarten bestehende Rotex-Team sind die drei Helikopter vom Typ K-Max. Bis 2700 Kilogramm kann mit diesen speziellen einsitzigen Helikoptern in nur einer Rotation transportiert werden. «Wir sehen die Helikopter nicht als Konkurrenz zur konventionellen Holzbringung, sondern als wertvolle Ergänzung.» Für Rolf Spichtig, Geschäftsführer der von Kägiswil aus operierenden Rotex Helicopter AG, ist der Einsatz von idealen Rückemitteln am richtigen Ort nicht nur wirtschaftlich, sondern auch nachhaltig.

Sicherheit ist das A und O

Gleich unmittelbar nach den Januar-Stürmen wurden die Mannschaften von Rotex zu Sofortmassnahmen aufgeboten. Die 40 Mitarbeiter sowie die drei Helikopter standen in den vergangenen Wochen bei Flugwetter täglich im Einsatz. In erster Linie galt es, einzelne Bäume aus unwegsamem Gelände zu bergen, wo die Inbetriebnahme einer mobilen Seilkrananlage wenig Sinn ergibt. Ganz ungefährlich ist diese Arbeit sowohl für die Bodencrew wie auch für die Helikopterpiloten nicht. Immer im Fokus von Rotex-Geschäftsführer Rolf Spichtig steht deshalb die Sicherheit. «Ihr schenken wir die höchste Aufmerksamkeit. Die stetige Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist für uns die wichtigste Voraussetzung, um den hohen Anforderungen im Wald und im schwer zugänglichen alpinen Gelände, aber auch auf Baustellen, gerecht zu werden.» Eingesetzt wird dabei auch die Eigenentwicklung in Form einer hydraulischen Holzzange. Die mächtige Greifzange mit einer durchschnittlichen Klemmkraft von 2300 Kilogramm wird vom Piloten direkt aus dem Cockpit gesteuert. Damit kann er ganze Bäume aus der Luft greifen, ohne dass sich Personen ins Gefahrengebiet begeben müssen.

Die von den Stürmen in den Zentralschweizer Wälder angerichteten Schäden werden die Forstfachleute und auch die Rotex-Mannschaft noch längere Zeit beschäftigen. «Die ersten Sofortmassnahmen wie die Entfernung von umgeknickten Bäumen zur Sicherung eines beliebten Winterwanderweges in Engelberg sind weitgehend abgeschlossen. Das grosse Aufräumen steht dem Zentralschweizer Forstpersonal jedoch erst noch bevor», ist Rolf Spichtig überzeugt. Die Schneeschmelze wird dann zu Tage bringen, ob sich die ersten Schätzungen in Bezug auf die angerichteten Schäden bewahrheiten, oder ob diese Zahl wie von Edi Halter befürchtet, nach oben korrigiert werden muss.

Beat Christen

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.