OBWALDEN: Archäologen finden Beil aus der «Ötzi»-Zeit

Im Gebiet um Lungern waren Archäologen am Werk. Im Herbst folgen weitere Untersuchungen. Bereits ist man auf einige spannende Funde gestossen.

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Archäologen bei der Arbeit in Lungern. Rechts die gefundene Kupferaxt aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. (Bild: PD)

Archäologen bei der Arbeit in Lungern. Rechts die gefundene Kupferaxt aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. (Bild: PD)

Die Axt aus Kupfer ist zwar nur 8,5 Zentimeter lang und sieht auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär aus. Doch das Fundstück hat es in sich: «Aus meiner Sicht ist dieser Fund eine kleine Sensation», sagt der Zürcher Archäologe Patrick Nagy. Das Flachbeil stammt aus der Zeit des 4. Jahrtausends v. Chr. «Etwa so alt wie Ötzi», sagt Nagy. Er und sein Team haben das Beil im vergangenen Herbst im Gebiet Lungern-Balmiwald gefunden, dies im Rahmen einer archäologischen Prospektion.

Münzen und Mauern

Weitere Funde belegen, dass die Lungerer Gebiete Bürglen und Balmiwald aus archäologischer Sicht durchaus interessant sind. So fand man bei Begehungen und Sondierungen im Herbst 2012 mittelalterliche Befestigungsanlagen und alte Münzen, darunter solche aus römischer Zeit.

Das Gebiet zwischen dem Lungerersee und dem Brünigpass ist für das Archäologenteam äusserst spannend. Einerseits hat man es mit einer über Jahrtausende hinweg genutzten Siedlungslandschaft zu tun, andererseits mit einem bedeutenden Passübergang zwischen der Innerschweiz und dem Berner Oberland.

Das Archäologen-Team wird sich im September erneut auf Spurensuche in Lungern machen, um weitere wertvolle Informationen zu sammeln.

Adrian Venetz

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