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OBWALDEN: Asylsuchende reissen sich um Einsätze

Die Fachstelle Soziale Dienste Asyl ist seit einem Jahr statt der Caritas neu für die Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden zuständig. Die erste Bilanz fällt positiv aus – sowohl operativ als auch finanziell.
Philipp Unterschuetz
Asylbewerber bei einem Freiwilligeneinsatz. (Bild: Corinne Glanzmann (Giswil, 11. Dezember 2013))

Asylbewerber bei einem Freiwilligeneinsatz. (Bild: Corinne Glanzmann (Giswil, 11. Dezember 2013))

Philipp Unterschuetz

<span class="mail_autor">philipp.unterschuetz@obwaldnerzeitung.ch</span>

Seit einem Jahr ist die kantonale Fachstelle Soziale Dienste Asyl SDA für die Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen zuständig. Per 1. Januar 2017 hatte der Kanton die langjährige entsprechende Leistungsvereinbarung mit der Caritas Schweiz gekündigt. Ein Schritt, der sich als richtig erwiesen habe, sagt Regierungsrat Christoph Amstad. «Weil wir näher bei den Leuten sind, können wir viel einfacher und direkter Einfluss nehmen und unsere Leistungen optimal erbringen.» Auch im finanziellen Bereich habe sich der Entscheid als richtig erwiesen. «Wir haben zwar noch keine definitiven Zahlen, aber aufgrund der Zwischenergebnisse können die gesteckten Ziele erreicht werden.»

Mit dem Aufbau der SDA war das kantonale Sozialamt beauftragt. Zudem wurde die Asylkoordination in die neue Stelle integriert, um Synergien zu nutzen. Heute teilen sich in den SDA acht Personen 6,9 Vollstellen und betreuen rund 300 Personen in Obwalden. Etwa die Hälfte der Angestellten wurde von der Caritas übernommen.

Vorübergehend weniger Asylsuchende zu betreuen

Momentan regelt Obwalden mit dem Bund die Übergangsphase bis 2022 für das Bundesasylzentrum Glaubenberg, wo rund 100 Personen leben. Während der Betriebsdauer wird Obwalden praktisch keine Neuzuweisungen erhalten. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden, für die der Kanton zuständig ist, wird daher in diesem Zeitraum sinken. Dies, weil anerkannte Flüchtlinge nach fünf Jahren und vorläufig aufgenommene nach sieben Jahren in die Zuständigkeit der Gemeinden fallen. «Wir können die Stellenprozente der SDA bis 2022 kontinuierlich herunterfahren. Ab 2022 nach der Schliessung des Glaubenbergs rechnen wir, dass der Bund uns jährlich etwa rund 60 Personen zuweisen wird. Dann werden die SDA wieder aufgestockt», erklärt Christoph Amstad.

Die SDA haben bisher sehr gute Arbeit geleistet. So konnten mit der Kontaktstelle Arbeit, die Nischenarbeitsplätze, Temporäreinsätze, Praktika und Festanstellungen vermittelt, 65 Prozent der 2017 durchschnittlich angemeldeten 17 Personen in den Arbeitsmarkt vermittelt werden. Das ist schweizweit die beste Quote. «Das hat aber auch damit zu tun, dass wir keine Neuzuweisungen haben und Personen, die schon länger hier sind und die Sprache und Gepflogenheiten besser kennen, leichter vermittelbar sind», relativiert Christoph Amstad.

Besonders erfreulich entwickelten sich die freiwilligen Unterstützungseinsätze, beispielsweise in der Bekämpfung invasiver, gebietsfremder Pflanzen (Neophyten), beim Auf- und Abbau von Anlässen oder bei Reinigungs- und Räumungsarbeiten. Rund 5500 Arbeitsstunden sind 2017 geleistet worden. «Die Asylsuchenden reissen sich darum, wir werden das Angebot deshalb ausbauen, ohne das Gewerbe zu konkurrenzieren», kündet Christoph Amstad an. Die Einsätze seien beliebt, weil die Asylsuchenden pro Stunde ein Taschengeld von drei Franken erhielten und weil ihnen die Arbeit eine Tagesstruktur bringe.

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