OBWALDEN: Asylsuchende zügeln nach Sarnen

Wer die Schweiz verlassen muss, wird nun vorher in Sarnen untergebracht.

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Sie haben einen negativen Asylentscheid bekommen, oder es wurde gar nicht erst auf ihr Gesuch eingetreten. Bis diese Asylsuchenden die Schweiz verlassen haben, sind die Gemeinden für sie zuständig. Sie leisten Nothilfe. Das heisst, sie geben ihnen ein Dach über dem Kopf und stellen ihnen 10 Franken pro Tag zur Verfügung. Rund ein halbes Dutzend solcher Personen leben in Obwalden. Und zwar nicht in allen Ecken des Kantons verstreut, sondern zentral in Lungern. «Das ist bei diesen niedrigen Zahlen am sinnvollsten und zudem kostengünstig und effizient», erklärt Markus Zahno, Bereichsleiter Soziales/Gesellschaft der Gemeinde Sarnen. Seit 2004 kennen die Obwaldner Gemeinden diese Zusammenarbeit. Seit 2008 betreut die Gemeinde Lungern diese Asylsuchenden und wird dafür von den übrigen Gemeinden entsprechend entschädigt.

In diesen Tagen zügeln diese Personen nun von Lungern nach Sarnen an die Rütistrasse 20, weil die Unterbringung in Lungern nicht mehr möglich war. «Da in Sarnen kurzfristig die notwendige Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden kann, haben wir uns entschieden, die Asylsuchenden neu in Sarnen einzuquartieren», erklärt Markus Zahno. Die Liegenschaft sei dafür geeignet, da darin bereits schon Flüchtlinge wohnten und das Haus wegen des Zustands nicht mehr anderweitig benutzt werden könne. Für die neue Unterbringung passten die sieben Obwaldner Gemeinden eine bestehende Leistungsvereinbarung an.

Matthias Piazza

matthias.piazza@obwaldnerzeitung.ch