OBWALDEN: Asylunterkunft kommt den Bund teuer zu stehen

2,9 Millionen Franken kostete den Bund die Asylunterkunft in Alpnach. Zu viel für sechs Monate?

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Die Asylunterkunft in Alpnach. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Die Asylunterkunft in Alpnach. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Das Bundesamt für Migration (BFM) hat die Schlussabrechnung für die Erstellung, den Unterhalt und den Rückbau des Asylzentrums Alpnach vorgelegt. Knapp 2,9 Millionen Franken sind es. Die Kosten trägt ganz der Bund. Mehr als die Hälfte – knapp 1,6 Millionen Franken – wurde allein für die Sicherheit ausgegeben (Polizei und Securitas).

Eine Menge Geld für eine Asylunterkunft, die nur sechs Monate in Betrieb war. Der Fokus müsse deshalb auf langfristig angelegten Zentren liegen, sagt der Alpnacher Gemeindepräsident Heinz Krummenacher. «Von Minilösungen à la Alpnach – das weiss auch das BFM – sollte Abstand genommen werden.»

Sibylle Siegwart vom Bundesamt für Migration bestätigt, dass sich der Bund bei der Suche nach Asylunterkünften möglichst auf längerfristige Lösungen konzentriere. Die Einsicht, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei einer dreijährigen Asylunterkunft besser ist als bei einer Unterkunft, die nur für sechs Monate in Betrieb ist, sei allerdings weder neu noch überraschend.