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OBWALDEN: Basisstufe in Ausnahmefällen ermöglichen

Der Obwaldner Regierungsrat will den Gemeinden in Ausnahmefällen die Einführung der Basisstufe ermöglichen – aufgrund der positiven Erfahrungen in der Aussenschule Flüeli-Ranft. Dazu ist eine gesetzliche Grundlage erforderlich.
Den Obwaldner Gemeinden soll die Einführung der Basisstufe grundsätzlich ermöglicht werden (Symbolbild Keystone/Gaetan Bally)

Den Obwaldner Gemeinden soll die Einführung der Basisstufe grundsätzlich ermöglicht werden (Symbolbild Keystone/Gaetan Bally)

Das Basisstufenmodell fasst die Kinder des Kindergartens (zwei Jahrgänge) und der ersten und zweiten Primarklasse zu einer Abteilung zusammen. Lehrpersonen des Kindergartens und der Unterstufe unterrichten gemeinsam die Kinder, der Unterricht wird soweit erforderlich individualisiert angeboten.

Die Gemeinde Sachseln hatte auf das Schuljahr 2011/2012 hin in der Aussenschule Flüeli-Ranft eine Basisstufe eingerichtet. Die Bewilligung erfolgte damals im Sinne eines befristeten Schulentwicklungsprojekts, welches auf Ende des laufenden Schuljahrs abläuft. Die Schule war damals in ihrer Existenz gefährdet.

Eine Auswertung des Projekts zeigt nun, dass sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern und Lehrpersonen das Basisstufenmodell sehr schätzten und dazu durchwegs positive Rückmeldungen gaben. Dies teilte die Obwaldner Regierung am Montag mit.

Deshalb möchte der Einwohnergemeinderat Sachseln die Basisstufe unbefristet weiterführen. Er beantragte dem Regierungsrat, aufgrund der positiven Ergebnissen die Weiterführung der Basisstufe Flüeli-Ranft definitiv zu bewilligen.

In Ausnahmefällen

Die Regierung teilt die Ansicht, dass sich die Basisstufe im Flüeli bestens bewährt hatte. Sie kommt deshalb zum Schluss, dass den Gemeinden die Einführung der Basisstufe als Alternative zum herkömmlichen Modell grundsätzlich ermöglicht werden soll. Allerdings nur in Ausnahmefällen.

Der Regierungsrat vertritt nämlich die Ansicht, dass die aktuelle Organisationsform mit Kindergarten und Primarschulunterstufe im Kanton als erfolgreich bezeichnet werden könne. Deshalb soll nur bei besonderen strukturellen Verhältnissen die Einführung der Basisstufe möglich sein.

Diese Situation könnte laut Regierungsrat künftig allenfalls bei Aussenschulen in Stalden, Wilen, Kägiswil und Melchtal ergeben. Nur in diesen Fällen könnte von der neu zu schaffenden Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht werden.

Für eine solche Ausnahmeregelung ist eine gesetzliche Grundlage erforderlich, die mit einem Nachtrag in der Volksschulverordnung geschaffen werden soll. Dazu führt das Bildungs- und Kulturdepartement nun ein Vernehmlassungsverfahren durch, das bis Ende Januar 2016 dauert. (sda)

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