OBWALDEN: Bau der Titlis-Gondelbahn auf Kurs

Mit Hochdruck bauen die Titlis-Bahnen seit einigen Wochen an ihrer neuen 8er- Gondelbahn Engelberg-Trübsee–Stand. Schon in der Wintersaison 2015/216 soll sie in Betrieb gehen.

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Die neue 8er-Gondelbahn auf den Titlis ist auf Kurs. Im Bild: Die neue Talstation in Engelberg entsteht neben der Alten (im Hintergrund). (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Die neue 8er-Gondelbahn auf den Titlis ist auf Kurs. Im Bild: Die neue Talstation in Engelberg entsteht neben der Alten (im Hintergrund). (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Die meisten Fundamente der Masten sind bereits fertig. Auch bei den Rohbauarbeiten an der Talstation und auf Trübsee für die Mittelstation gehts voran, wie ein Baustellen-Rundgang zeigt. Im Hochgebirge auf dem Stand sind beim Abbruch der alten Station Arbeiter mit Spezialausbildung im Einsatz.

«Wir sind im Zeitplan, der Unsicherheitsfaktor Wetter ist einkalkuliert», sagt Titlis-Mediensprecher Peter Reinle. Auf die Wintersaison 2015/16 soll die neue Bahn eröffnet werden. Ein Umsteigen auf Trübsee wird nicht mehr nötig sein, die Fahrzeit Engelberg–Stand wird um rund die Hälfte auf 16 Minuten reduziert.

Hinweis: Der Baufortschritt kann online verfolgt werden auf www.titlis.ch/neuebahn

Mittelstation Trübsee der neuen Gondelbahn (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
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Die neue Gondelbahn. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Die Mittelstation Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Die neue Terrasse des Restaurant Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Die neue Terrasse des Restaurant Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Tourismusdirektor Frederik Füssernich und Peter Reinle, Leiter Marketing und Stv. CEO geniessen die neuen Liegen auf der neue Terrasse des Restaurant Trübsee. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Eröffnung der neuen 8er-Gondelbahn TITLIS Xpress. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Offizielle Begrüssung durch Norbert Patt, CEO Titlis Bergbahnen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Pfarrer Patrick segnet die Gondeln. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Eröffnung der neuen 8er-Gondelbahn TITLIS Xpress. Im Bild: VR-Präsident Hans Hess und CEO Norbert Patt schneiden das rote Band durch. (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))
Am Samstag 12. Dezember können die Gäste zum ersten Mal mit der neuen 8er-Gondelbahn von Engelberg bis Trübsee fahren. Das Bild stammt vom 27. November). (Bild: Roger Grütter)
An der Eröffnungsfeier am Freitag 11. Dezember garantiert Schlagerstar Beatrice Egli für Unterhaltung. Auf dem Bild ist die neue Gondelbahn zwischen Trübsee und Stand zu sehen. (Bild: Roger Grütter)
Eine Gondel der neuen Titlis-Bahn zwischen Trübsee und Stand, im Hintergrund der Graustock (links). (23.10.2015). (Bild: Roger Grütter)
Eine Gondel des Titlis-Xpress hat am 24. September die neue Talstation zur ersten Testfahrt nach Trübsee verlassen. (Bild: PD / Mike Bacher)
Historischer Moment: die alte und die neue Gondelbahn (im Bild der Abschnitt Engelberg - Gerschnialp) laufen gemeinsam. Vor der Eröffnung am 12. Dezember stehen nun zahllose weitere Testfahrten und das Abnahmeverfahren durchs Bundesamt für Verkehr auf dem Programm. (Bild: PD / Mike Bacher)
27. September 2015: Die langjährigen Mitarbeiter Hans Gabriel, Josef Matter und Peter Käslin sowie Verwaltungsratspräsident Hans Hess drücken unter Aufsicht von Josef Amstutz den Halteknopf der alten Gondelbahn von Engelberg nach Gerschnialp und Trübsee. (Bild: PD / Mike Bacher)
In der Talstation Engelberg ist bereits ein grosser Teil der Bahntechnik eingebaut. Die folgenden Bilder stammen vom 20. Juli 2015 (Bild: Philipp Unterschütz)
Seit April 2014 wird an der neuen Gondelbahn gebaut. Im Bild: die neue Bergstation Stand mit Blick auf Trübsee. (Bild: Philipp Unterschütz)
Zurzeit läuft der Stahlbau für das Dach. (Bild: Philipp Unterschütz)
Das 50 Tonnen schwere Förderseil für den Abschnitt Trübsee Stand wurde mit einem 30 Tonnen schweren Spezialtransport in 1 1/2 Tagen nach Trübsee gefahren. (Bild: Philipp Unterschütz)
Das Projekt kostet rund 55 Millionen Franken. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Rohbauten sind zu 75 Prozent abgeschlossen. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Betonarbeiten sind bereits zu 90 Prozent fertig. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die neue Mittelstation Trübsee. (Bild: Philipp Unterschütz)
Der Bau befinde sich im Zeitplan, sagt Marketingleiter Peter Reinle. (Bild: Philipp Unterschütz)
Für die Einfahrt in die neue Mittelstation Trübsee musste harter Fels weggesprengt werden. (Bild: Philipp Unterschütz)
Es werden gleichzeitig Bahntechnik und Betonarbeiten ausgeführt. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Einfahrt in die neue Bergstation Stand. (Bild: Philipp Unterschütz)
Die Bahn soll im Dezember 2015 eröffnet werden. (Bild: Philipp Unterschütz)
Station Stand (Bild: Philipp Unterschütz)
11.05.2015: Die Montage des höchsten Masten beginnt (hinten: die alte Seilbahn, links die Luftseilbahn). (Bild: Mike Bacher)
Vom Parkplatz der Titlis-Bergbahnen werden die einzelnen Teile mit einem Super-Puma an ihren Bestimmungsort geflogen. (Bild: Mike Bacher)
Die höchste Stütze ist 34 Meter hoch und besteht aus rund 10 Teilen. (Bild: Mike Bacher)
Blick vom Steilhang unterhalb von Trübsee auf die Gerschnialp. (Bild: Mike Bacher)
Der Super-Puma beim Parkplatz der Titlis-Bahnen in Engelberg hebt einen Masten. (Bild: Mike Bacher)
Blick auf die im Bau befindliche Talstation. (Bild: Mike Bacher)
Talstation in Engelberg. (Bild: Mike Bacher)
Der Super-Puma bringt Mast Nummer vier in den Steilhang zwischen Engelberg und Gerschnialp. (Bild: Mike Bacher)
Arbeiter treffen Vorbereitungen für einen weiteren Teil des Mastens. (Bild: Videostill rem)
Schritt für Schritt geht es in die Höhe. (Bild: Videostill rem)
Scheitelpunkt bei der Gerschnialp. (Bild: Mike Bacher)
Blick von der Gerschnialp in Richtung Trübsee. (Bild: Videostill rem)
23.07.2014: Die Roharbeiten auf Trübsee für die Mittelstation... (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
... und an der Talstation gehen planmässig voran. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Verschalungen beim Bau der Talstation in Engelberg. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
Bauarbeiten bei der Mittelstation Trübsee. Die Gäste sollen nichts vom Bau spüren. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Station Stand. Hier auf 2450 Meter über Meer ist Bauen anders als im Tal. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
Deshalb sind Spezialisten für hochalpine Bauarbeiten am Werk. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Baumaterial bei der Station Stand. Die Materialtransporte nach Trübsee erfolgen bis Gerschnialp auf der Strasse und von da mit der alten Luftseilbahn. Oft wird das Material auch nachts transportiert. So können Heliflüge vermieden werden. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Erste Fundament sind bei der Station Stand gelegt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
23.07.2014: Alles wird genau vermessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)
13.05.2014: Projektleiter Urs Bollmann nimmt die Baubewilligung von Titlis Rotair CEO Norbert Patt und Mediensprecher Peter Reinle in Empfang (von links). (Bild: PD)
Visualisierung der Mittelstation Trübsee der neuen Gondelbahn Engelberg-Stand. (Bild: Visualisierung PD)
Gut sichtbar ist die neue Terrasse mit 1500 Quadratmetern über der Bahnstation. (Bild: Visualisierung PD)
Visualisierung der Talstation der neuen Gondelbahn Engelberg-Stand. (Bild: Visualisierung PD)
Visualisierung der Bergstation der neuen Gondelbahn Engelberg-Stand. (Bild: Visualisierung PD)
Solche Omega-IV-Kabinen der Firma CWA aus Olten - die Farbe ist noch nicht bestimmt - werden künftig zum Titlis schweben. (Bild: PD)

Mittelstation Trübsee der neuen Gondelbahn (Bild: Manuela Jans-Koch (Neue LZ))

Zahlen und Fakten zur Bahn

Die neue 8er-Gondelbahn EngelbergTrübsee–Stand wird mit 164 Kabinen 2475 Personen pro Stunde befördern können. 34 Masten tragen das Seil der knapp 4,7 Kilometer langen Bahn mit einer Höhendifferenz von 1424 Metern. Das Förderseil mit einem Durchmesser von 56 Millimetern hat ein Gewicht von rund 70 Tonnen und wird im September 2015 eingezogen.

Für den Materialtransport sind unter anderem 7387 Fahrten mit der Pendelbahn Gerschnialp–Trübsee und 786 Fahrten mit der Luftseilbahn Trübsee–Stand nötig. Dazu kommen rund 100 Flüge mit Klein- und 72 Flüge mit Grosshelikoptern. In den drei Stationen verbaut man knapp 10 400 Kubikmeter Beton und 818 Tonnen Armierungseisen. Die Eröffnung erfolgt auf die Wintersaison 2015/16. Im Sommer 2016 beginnt der Rückbau der alten Gondelbahn.

Die ganze Reportage von der Baustelle lesen Sie am 25. Juli in der Neuen OZ und im E-Paper.

unp/rem