OBWALDEN: Beste Sarner Rechnung seit Jahren

Der Hauptort legt mit 9,27 Millionen Franken Überschuss eine einmalig gute Rechnung vor. Nun will man Schulden tilgen und Reserven bilden.

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Höher als der Stand der Sarneraa: Die Rechnung der Gemeinde Sarnen schliesst mit einem Rekordüberschuss ab. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Höher als der Stand der Sarneraa: Die Rechnung der Gemeinde Sarnen schliesst mit einem Rekordüberschuss ab. (Bild: Robert Hess / Neue OZ)

Sarnen weist an der Frühjahrsgemeinde einen Ertragsüberschuss von 9,27 Millionen aus. Dies einerseits dank einmaligen Mehreinnahmen von 9,5 Millionen Franken bei den Steuern vor allem der natürlichen, aber auch der juristischen Personen. «Andererseits dank konsequenter Einhaltung budgetierter Aufwände», betont Finanzchef Paul Küchler. «Wir wissen sehr wohl, wofür wir das Geld verwenden müssen», erklärt Paul Küchler. Die Gemeinde macht Rückstellungen für den Finanzausgleich und tilgt Schulden. 3,1 Millionen Franken werden für die Bereinigung der mit Bau und Betrieb des Campings Seefeldpark aufgelaufenen finanziellen Defizite und Verpflichtungen der Gemeinde verwendet.

Dank der Zunahme des Finanzvermögens und der Abnahme des Fremdkapitals sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung um 773 Franken. Mit 3117 Franken bleibt sie aber noch immer recht hoch. Von den Steuereinnahmen, die alles in allem um 11 Millionen angestiegen sind, betrachtet der Rat lediglich 1,5 Millionen als wiederkehrend. Küchler mahnt deshalb zur Vorsicht: «Auch wenn unser Finanzhaushalt wieder auf gesunden Beinen steht, bleibt es für uns oberstes Gebot, die im Finanzplan vorgegebenen Rahmenbedingungen einzuhalten.»