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OBWALDEN: CSP-Nationalrat fest im Sattel - Zitterpartie um Ständeratssitz

Der einzige Obwaldner Nationalrat Karl Vogler (CSP) kandidiert für eine zweite Amtszeit. Er geniesst die Unterstützung aller Parteien ausser der SVP. Diese will den vor vier Jahren verlorenen Sitz zurück. Der Ständeratssitz wird wohl erst im zweiten Wahlgang vergeben.
Karl Vogler (links) gegen Daniel Wyler (Bilder Keystone / Corinne Glanzmann)

Karl Vogler (links) gegen Daniel Wyler (Bilder Keystone / Corinne Glanzmann)

Die beiden Vertreter Obwaldens in den eidgenössischen Räten stammten während Jahrzehnten aus den Reihen der CVP. 2007 allerdings verloren die Christdemokraten den Nationalratssitz an die SVP, der vier Jahre später an Karl Vogler (CSP) weiterging.

Vogler, der sich in Bern der CVP-Fraktion anschloss, steht nun vor der Bewährungsprobe für eine zweite Amtszeit. Der 59-jährige Rechtsanwalt und Notar aus Lungern gilt als Pragmatiker mit breitem Themenspektrum und Mann der Mitte. Er gehört den Kommissionen für Rechtsfragen sowie für Umwelt, Raumplanung und Energie an.

Ein Suizidversuch Voglers drei Monate nach seiner Wahl löste Ende Januar 2012 grosse Betroffenheit im Land aus. Hintergrund war laut Vogler eine hohe berufliche Belastung und Kritik an seiner Person durch ein Buch zur Obwaldner Justiz. Vogler, ehemaliger Präsident der Rechtspflegekommission des Kantonsparlaments, wurde vorgeworfen, er decke die Obwaldner Justiz gegenüber Kritik. Nach seiner «Kurzschlussreaktion» fasste er rasch wieder Tritt.

Offiziell unterstützt wird Vogler erneut von allen Parteien ausser der SVP. Diese schickt mit Daniel Wyler ebenfalls einen Juristen ins Rennen. Der 55-Jährige Unternehmensleiter im Gesundheitswesen aus Engelberg gehört dem Kantonsparlament seit 2011 an und präsidiert dort die SVP-Fraktion. Der gewiefte Redner gilt ebenfalls als lösungsorientiert.

Die SVP ging bei den letzten Obwaldner Wahlen 2014 als zweitstärkste Kraft hervor. Angesichts der breiten Unterstützung für den Bisherigen sind die Wahlchancen des SVP-Kandidaten eher gering. Wylers Kandidatur soll den Obwaldnern allerdings eine «echte Wahl» ermöglichen.

Drei Kandidaten für Ständeratssitz

Mehr Spannung verspricht in Obwalden die Wahl um den Ständeratssitz. Dort tritt Hans Hess (FDP) nicht mehr an. Er sass seit 1998 im Stöckli. Die FDP hat im Sinn, den Sitz zu verteidigen. Gleichzeitig will die CVP als stärkste Partei im Kanton und mit einem eigenen Kandidaten zurück aufs nationale Parkett. Obendrein schickt auch die SVP einen eigenen Kandidaten ins Rennen. Ein zweiter Wahlgang ist somit wahrscheinlich.

Für die CVP kandidiert der 53-jährige politische Quereinsteiger Erich Ettlin aus Kerns. Der Steuerexperte und Wirtschaftsprüfer kennt den Politikbetrieb als Leiter der Steuerverwaltung, der von 1996 bis 2001 vorgestanden war. Für die SVP steigt ein Urgestein der Partei, der Gipser-Unternehmer und ehemalige Kantonsrat Adrian Halter (52), ins Rennen. Die FDP nominierte den 46-jährigen Kernser Meisterlandwirt und Gemeindepräsidenten André Windlin.

Die SP verzichtet auf eine Ständeratskandidatur. Die CSP beschloss Stimmfreigabe, hält aber den SVP-Kandidaten für nicht wählbar.

sda


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