OBWALDEN: Das bringt uns das Jahr 2017

Der Hochwasserschutz wird den Kanton auch im neuen Jahr beschäftigen. Grosse Sprünge sind aber wohl noch nicht zu erwarten.

Adrian Venetzadrian.venetz@obwaldnerzeitung.ch
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Wasserstand in Sarnen ist hoch. Im Bild Hündin Elisha an der Sarneraa. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue Luzerner Zeitung))

Wasserstand in Sarnen ist hoch. Im Bild Hündin Elisha an der Sarneraa. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue Luzerner Zeitung))

In Sachen Bautätigkeit dürfte das Jahr 2017 in Obwalden etwas weniger intensiv ausfallen, als ursprünglich geplant. Rund ums Thema Hochwasserschutz könnte es zwar möglich sein, dass gewisse Teilprojekte in Angriff genommen werden, beispielsweise die Baustellenzufahrt für den Stollenbau und die Verlegung der Etschistrasse in Alpnach. Dass die Tunnelbohrmaschine aber bereits 2017 zum Einsatz kommt, ist ausgeschlossen. Nicht zuletzt wegen Einsprachen (wir berichteten) wird es erneut zu gewissen Verzögerungen kommen. Sobald die definitive Baubewilligung vorliegt, dauert es ohnehin noch rund ein weiteres Jahr, bis der Anstich für den Stollen erfolgen kann.

Offen ist auch, ob der Spatenstich für den Bau des neuen Zivilschutz-Logistikzentrums in Kägiswil bereits 2017 stattfinden kann. Die Sarner Gemeindeversammlung hatte im November die Umzonung bewilligt. Die Regierung will das Geschäft nun im Lauf des ersten Halbjahr 2017 vors Parlament bringen. Danach braucht es eine Baubewilligung – auch hier könnten Einsprachen den Baustart erneut hinauszögern.

Viel Arbeit bescheren wird dem Bau- und Raumentwicklungsdepartement das neue kantonale Raumkonzept und der Entwurf für den überarbeiteten Richtplan nach Bundesvorgaben. Diese Planungsinstrumente sollen bis Herbst vorliegen.

Abstimmung über zwei Referenden

An die Urne gerufen werden die Obwaldner voraussichtlich am 21. Mai. Es geht um die Frage, ob Kantonsratsmitglieder und Fraktionen mehr Geld erhalten sollen. Das Parlament hatte den entsprechenden Nachtrag zum Behördengesetz gutgeheissen, der Alpnacher FDP-Kantonsrat Christian Limacher ergriff aber das Referendum dagegen. Noch nicht festgelegt ist der Abstimmungstermin für ein Referendum der SVP. Gegen den Parlamentsbeschluss, dass alle Obwaldner Gemeinden schulergänzende Tagesstrukturen einführen müssen, hat die Partei Unterschriften gesammelt. Die Abgabe für das Referendumsbegehren erfolge fristgerecht am 6. Januar, teilte die SVP kurz vor Jahresende mit. Demnach hat sie die nötigen 100 Unterschriften beisammen.

Bereits an der Urne entschieden haben die Obwaldner über die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Seit 1. Januar gelten die neuen Regeln. Erbschaften und Schenkungen sind jetzt komplett steuerfrei.

Aus kultureller Sicht stehen 2017 in Obwalden die Feierlichkeiten zum Jubiläum «600 Jahre Niklaus von Flüe» ganz dick in der Agenda. Neben den Grossveranstaltungen (siehe Zeitleiste) bildet das Projekt «Niklaus von Flüe – Unterwegs» einen Höhepunkt. Von Juni bis September tourt ein mobiles Erlebnis quer durch alle Kantone der Schweiz. Vor Ort erfahren die Besucher mehr über Niklaus von Flüe.

Adrian Venetz