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OBWALDEN: Das Kantonsspital verbessert sein Angebot

Eine neue Chefärztin der Chirurgie und ein Unfallchirurg auf Abruf bringen frischen Wind ins Kantonsspital in Sarnen. Die beiden führen auch seltenere Eingriffe durch.
Gudrun Lindemann und Jörg Winkler operieren seit kurzem in Obwalden. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 22. August 2017))

Gudrun Lindemann und Jörg Winkler operieren seit kurzem in Obwalden. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 22. August 2017))

Operationen an komplizierten Brüchen, Gelenkspiegelungen, und Bauchoperationen mit minimalinvasiven (kleinstmöglichen) Einschnitten: Das sind drei der Eingriffe, die seit Juli im Kantonsspital Obwalden erstmals angeboten oder häufiger durchgeführt werden und gestern vorgestellt wurden. Grund sind zwei neu eingestellte Mediziner: Die Chefärztin der Chirurgie Gudrun Lindemann und der orthopädische Chirurg und Traumatologe Jörg Winkler. «Unser Ziel ist, eine gute Grundversorgung aufrechtzuerhalten», sagt Lindemann.

Daniel Lüscher, der scheidende Direktor, freut sich über den Ausbau des Angebots: «Wir haben die Infrastruktur für diese Eingriffe und nun auch das Personal. Obwohl solche Fälle nicht jeden Tag vorkommen, wäre es schade, sie weiterzugeben.» Damit seien auch finanzielle Erträge fürs Spital verbunden. Schwerverletzte Patienten oder solche, die eine Intensivstation benötigen, würden aber weiterhin in Zentrumsspitälern behandelt.

«Hier wissen die Patienten noch, wer sie operiert hat»

Lindemann übernimmt ihren Posten von Claude Bussard, der neun Jahre Chefarzt der Chirurgie war. Er bleibt dem Spital als Handchirurg erhalten. Winkler dagegen operiert nur am Donnerstag in Obwalden und steht dem Spital daneben in seiner Praxis in Luzern auf Abruf zur Verfügung. Die neuen Ärzte stammen beide aus Deutschland und arbeiteten bereits im Luzerner Kantonsspital zusammen; sie als Oberärztin in der Viszeralchirurgie, er als Co-Chefarzt in der Unfallchirurgie. Die Wege in einem regionalen Spital seien kürzer, so Lindemann. «Das erleichtert die Zusammenarbeit.» Auch die Patienten profitierten von der in­dividuelleren Betreuung, fügt Winkler an. «Hier wissen die Patienten noch, wer sie operiert hat.» Ein weiterer Ausbau des Angebots stehe in naher Zukunft nicht an, so Lüscher. «Trotzdem wollen wir auch weiter die besten Ärzte nach Obwalden holen.» Bei den galoppierenden Kosten im Gesundheitswesen sei dies aber auch eine finanzielle Frage.

Franziska Herger

franziska.herger@obwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Gudrun Lindemann hält morgen Donnerstag um 19.30 Uhr im Kantonsspital einen öffentlichen Vortrag über Divertikulose/Divertikulitis (Darmausstülpungen).

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