OBWALDEN: Der Poststelle Lungern droht die Schliessung

Die Gemeinde am Brünig wäre die erste im Kanton, die ihre Poststelle verliert: Dagegen wehrt sich der Gemeinderat – mit Hilfe des Volkswirtschaftsdirektors.

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Als erste Obwaldner Gemeinde könnte die Post Lungern schliessen. Am Dorfgespräch haben sich rund 100 Lungerer für ihre Poststelle starkgemacht. Im Bild: Auszahlung an einem Postschalter. (Bild: Archiv Philipp Schmidli)

Als erste Obwaldner Gemeinde könnte die Post Lungern schliessen. Am Dorfgespräch haben sich rund 100 Lungerer für ihre Poststelle starkgemacht. Im Bild: Auszahlung an einem Postschalter. (Bild: Archiv Philipp Schmidli)

«Es ist noch nichts entschieden», sagte Franz Huber von der Post-Konzernleitung zur allfälligen Schliessung der Lungerer Poststelle am Dienstagabend im Pfarreizentrum vor rund 100 Interessierten. «Wenn wir uns der Sache 100-prozentig sicher wären, müssten wir nicht darüber reden», unterstrich Huber. Und zu reden gab es einiges am Dorfgespräch der CVP Lungern, das von Kantonsrat Niklaus Vogler moderiert wurde. Kaum jemand hatte Freude, dass die «Post» zu einer Agentur werden soll.

Anders als auf der Frutt, in Kägiswil, Wilen, Stalden und im Melchtal, wo seit 2008 Poststellen in kostengünstigere Geschäftsmodelle überführt wurden, handelt es sich in Lungern um keinen Aussenbezirk. Für Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker soll die Post deshalb mit ihren Gewinnen den «Service public» mitfinanzieren: «Dazu gehört, dass eine Gemeinde wie Lungern eine bediente Poststelle hat.»

red