Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

OBWALDEN: Der Skiverband verbessert seine Basisarbeit

Zum ersten Mal hat der kantonale Skiverband einen eigenen Trainer für den alpinen Nachwuchs verpflichtet. Dafür investiert er den grössten Teil seines Budgets. Um mit dem Kader weiterzukommen, müsse der Trainingsbetrieb professioneller werden.
Philipp Unterschütz
Goldfahrt: Aline Daniot. (Archivbild: Manuel Lopez/Keystone (Davos, 5. Februar 2018))

Goldfahrt: Aline Daniot. (Archivbild: Manuel Lopez/Keystone (Davos, 5. Februar 2018))

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ obwaldnerzeitung.ch

Die Schweizer Junioren haben eine ganz starke Leistung abgeliefert. Insbesondere der Nidwaldner Marco Odermatt ist an der Junioren-WM der Ski-Alpinen allen auf und davon gefahren. Lisbeth Berchtold, Präsidentin des Skiclubs Giswil und seit Juni 2017 auch Präsidentin des Obwaldner Skiverbandes OSV, freut sich. «Super, dass wir in der Zentralschweiz solche Erfolge feiern können. Dass junge Athleten in diesem Alter so bereit sind, liegt vor allem an der Basisarbeit in den Skiclubs und den Kantonalverbänden.» Die Athleten hätten grösste Anerkennung verdient.

Hinter der Leistung stecke sehr viel Einsatz – sowohl zeitlich wie finanziell. «Wer den Aufstieg in die Kader schaffen will, muss alles andere hintenanstellen.»

Trainer arbeitet 60 Prozent – je nach Saison verteilt

Der OSV verbessert nun diese Basisarbeit und die Unterstützung des Nachwuchses markant. Während für die Nordischen durch die Zusammenarbeit mit dem Nidwaldner Skiverband bereits eine gute Lösung existiert, hat der OSV ab dieser Saison zum ersten Mal einen eigenen Trainer für die Alpinen angestellt. Bisher wurde das Alpinkader von ehrenamtlichen Trainern geführt. «Wir mussten im Kantonalverband feststellen, dass wir so mit dem Kader nicht mehr weiterkommen. Es brauchte professionellere Strukturen», begründet Lisbeth Berchtold den Schritt. Wie wichtig dem OSV die Nachwuchsförderung ist, zeigt sich darin, dass man für die ganzjährige 60-Prozent-Stelle (der Zeitaufwand des Trainers unterscheidet sich je nach Jahreszeit) den grössten Teil der finanziellen Ressourcen freigemacht hat.

Vom Vereinsbudget 2017/18 von 65 000 Franken fliessen rund drei Viertel in die Traineranstellung und den Trainingsbetrieb. «Mit Meck Zurfluh ist es uns gelungen, einen sehr erfahrenen Trainer einzustellen, der bereits für uns gearbeitet hat und der unter anderem auch das U16-Kader des Zentralschweizerischen Schneesportverbands ZSSV trainiert hat», so Lisbeth Berchtold. Man habe nun natürlich schon Erwartungen für die Zukunft.

Auch die Eltern müssen voll dahinter stehen

Diese hängen aber nicht nur vom Trainer, sondern auch von den Athleten ab. «Uns fehlt der Nachwuchs», sagt Lisbeth Berchtold. Einerseits liege das wohl daran, dass viele die Zeit nicht nur in eine Beschäftigung investieren wollen oder können, sondern in verschiedene Hobbys. «Und beim Skisport müssen auch die Eltern voll dahinter stehen, sowohl zeitlich wie finanziell – und wenn jemand vielleicht mehrere Kinder hat, wird das schwierig.»

Zudem seien die Jungen in den Obwaldner Skiclubs in der Vergangenheit zu wenig auf die technische Rennausbildung vorbereitet worden, sagt Lisbeth Berchtold. Ein Blick aufs Kader zeigt: Momentan ist der neue Trainer zuständig für acht Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren. Obwohl dem OSV 11 Skiclubs angeschlossen sind, stammen sieben der Athleten aus Giswil. Lisbeth Berchtold weist aber darauf hin, dass dazu noch der Nachwuchs des Skiclubs Engelberg komme, der separat trainiere. «Gemeinsame Trainings sind leider aus örtlichen Gründen einfach nicht möglich. Unsere Trainingseinheiten finden auf der Melchsee-Frutt und der Mörlialp statt.» Während der Wintersaison finden täglich Trainings statt, die Athleten brauchen gar Dispensen von ihren Schulen und müssen den Stoff nachholen.

«Unser grösster Wunsch wäre natürlich, dass wir nun mehr Nachwuchs für unser Juniorenkader und die Sportmittelschule finden», sagt OSV-Präsidentin Berchtold und hofft, dass fantastische Leistungen wie die von Marco Odermatt helfen, vermehrt Junge anzuziehen.

Hinweis

Weitere Infos www.owsv.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.